Topwell Apotheken AG

Gesundheitstipps zum Thema «Blasenentzündung»

Jede zweite Frau ist mindestens einmal in ihrem Leben davon betroffen: Brennen beim Wasserlassen, krampfartige Schmerzen im Unterbauch sowie der Drang, ständig auf die Toilette zu müssen. Die Symptome einer Blasenentzündung sind äusserst unangenehm, weshalb eine rasche Heilung an erster Stelle steht.

Tipps zur Vorbeugung von Blasenentzündungen:


  • Trinken Sie viel Wasser (täglich mind. 1,5 Liter)
  • Gehen Sie regelmässig auf die Toilette – achten Sie dabei auf eine helle klare Farbe Ihres Urins
  • Leeren Sie Ihre Blase nach dem Geschlechtsverkehr – das spült Krankheitskeime aus
  • Übertreiben Sie es nicht mit übermässiger Intimpflege – sonst töten Sie wichtige Schutzbakterien
  • Reinigen Sie Ihren Intimbereich von vorne nach hinten – das verhindert das Aufsteigen von Bakterien in die Blase


Trotz vorbeugender Massnahmen kann es zu einer Blasenentzündung kommen. Wer diese jedoch früh erkennt, kann mit einer entsprechenden Akuttherapie schnell Besserung erzielen. Zur Behandlung haben sich antibiotikafreie Akuttherapien mit Heilpflanzen wie der Bärentraube bewährt. Der Hauptwirkstoff ihrer Blätter, das Arbutin, kann bei genügend hoher Dosierung eine antibakterielle Wirkung entfalten und bekämpft die Bakterien in der Blase. Die enthaltenen Gerbstoffe erschweren es den Bakterien zudem, sich an der Blasenschleimhaut festzusetzen und wirken entzündungshemmend.

Cystinol® die pflanzliche Akuttherapie mit hochdosiertem Bärentraubenblätterextrakt, ist in Apotheken und Drogerien erhältlich. Cystinol® wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und kann so Ihre Beschwerden lindern.

Topwell-Produktempfehlung



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Folgende unserer Topwell Apotheken bieten Blasenentzündungs-Beratungen an:


Region Basel
• Topwell Apotheke am Lindenplatz | 4123 Allschwil
• Topwell Apotheke Birseck | 4144 Arlesheim
• Topwell Apotheke Kreuz | 4056 Basel
• Topwell Apotheke Stedtli Laufen | 4242 Laufen BL
• Topwell Apotheke Vogesen | 4056 Basel
• Topwell Apotheke Volta | 4056 Basel

Region Bern
• Topwell Apotheke Madretsch | 2503 Biel/Bienne
• Topwell Apotheke Dorf Meiringen | 3860 Meiringen

Region Mittelland
• Topwell Apotheke Bahnhof Solothurn | 4500 Solothurn
• Topwell Apotheke Grenchen | 2540 Grenchen
• Topwell Apotheke Pfister | 8910 Affoltern a. Albis
• Topwell Apotheke Telli | 5000 Aarau
• Topwell Apotheke Zuchwil | 4528 Zuchwil

Region Zürcher Oberland
• Topwell Apotheke Bahnhof Uster | 8610 Uster
• Topwell Apotheke Dr. Russenberger | 8330 Pfäffikon ZH
• Topwell Apotheke Jona | 8645 Jona

Region Ostschweiz
• Topwell Apotheke Dr. Kreyenbühl | 9326 Horn
• Topwell Apotheke Kronbühl | 9300 Wittenbach SG
• Topwell Apotheke Laurentius | 9494 FL-Schaan
• Topwell Apotheke St. Fiden | 9006 St. Gallen
• Topwell Apotheke Weiss | 9500 Wil




Region Winterthur
• Topwell Apotheke Altstadt | 8400 Winterthur
• Topwell Apotheke Oberi | 8404 Winterthur
• Topwell Apotheke Zentrum Töss | 8406 Winterthur


Stadt Zürich
• Topwell Apotheke Bahnhof Enge | 8002 Zürich
• Topwell Apotheke Berninaplatz | 8057 Zürich
• Topwell Apotheke Helvetiaplatz | 8004 Zürich
• Topwell Apotheke Industrie | 8005 Zürich
• Topwell Apotheke Kreis 11 | 8050 Zürich
• Topwell Apotheke Kreis 12 | 8051 Zürich
• Topwell Apotheke Naturewell | 8001 Zürich
• Topwell Apotheke Rosen | 8001 Zürich
• Topwell Apotheke Rotbuch | 8037 Zürich
• Topwell Apotheke Zehntenhaus | 8046 Zürich
• Topwell Apotheke Zürich Nord | 8046 Zürich
• Topwell Apotheke Zweier | 8003 Zürich


Region Zürich
• Topwell Apotheke Bahnhof Wallisellen | 8304 Wallisellen
• Topwell Apotheke City | 8600 Dübendorf
• Topwell Apotheke Glattal | 8152 Glattbrugg
• Topwell Apotheke Niklaus | 8052 Zürich


Was tun bei einer Blasenentzündung?


Brennt und schmerzt es, wenn Sie auf der Toilette Wasser lassen? Gibt der Körper Ihnen das Gefühl, ständig eine volle Blase zu haben? Dies könnten Anzeichen für eine Blasenentzündung sein. Wir raten, so rasch als möglich einen Arzt oder eine unserer Apotheken aufzusuchen, damit wir Ihre Entzündungswerte im Blut testen können oder ein Urintest Klarheit verschafft. Wird die Infektion genügend früh erkannt, helfen meist natürliche Therapien. Eine Antibiotika-Kur sollte gezielt eingesetzt werden, da eine vermehrte Einnahme zur Antibiotika-Resistenz führen kann. Sollten Sie bereits Schmerzen im Beckenbereich verspüren, Blut im Urin entdecken oder Fieber haben, empfehlen wir Ihnen, sofort eine Topwell Apotheke oder einen Arzt zu konsultieren. Unbehandelte Infektionen können zu einer gefährlichen Nierenbeckenentzündung führen.

So beugen Sie künftig lästigen Harnweginfektionen vor:


  • Trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser oder Tee pro Tag, um die Nieren durchzuspülen
  • Tragen Sie Baumwollunterwäsche, die Sie bei 60° C–90° C waschen können
  • Reinigen Sie Ihren Intimbereich immer von der Scheide in Richtung After, nicht umgekehrt 
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem
  • Natürliche Präparate wie D-Mannose oder hochkonzentrierter Preiselbeersaft eignen sich zur Prävention
  • Gehen Sie bei jedem Harndrang und nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette, damit allfällige Bakterien aus der Blase gespült werden
  • Vermeiden Sie es, mit nassen Badebekleidungen zu sonnen: Ein unterkühlter Beckenbereich ist anfälliger für Erreger

Frauen sind öfters betroffen
Der häufigste Auslöser einer Blasenentzündung sind E. coli-Bakterien, welche in unserer Darmflora angesiedelt sind. Gelangen diese via Harnröhre in die Blase, verursachen sie eine Blasenentzündung. Da die Harnröhre der Frau um einiges kürzer ist und der Ausgang der Harnröhre näher am After als bei einem Mann, sind Frauen öfters betroffen. Besonders Schwangere und Frauen in den Wechseljahren leiden häufiger unter Harnweginfektionen.

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Was tun bei Blasenentzündung (Cystitis)?

Neben pflanzlichen Arzneimitteln aus frischen Bärentraubenblättern und -triebspitzen sowie dem blühenden Kraut von Rotem Sonnenhut (lat. Echinacea purpurea) können folgende Massnahmen die Symptome einer Blasenentzündung lindern:

  • Ausreichend trinken (2 - 3 Liter pro Tag).
  • Vermeiden Sie Alkohol, Kaffee oder zitrus- sowie stark zuckerhaltige Getränke, denn sie könnten die Blase zusätzlich reizen.
  • Entleeren Sie die Blase so oft wie nötig und zögern Sie den Gang zu Toilette nicht hinaus.
  • Wärmeflasche, Heizkissen oder Sitzbäder (ohne Badezusatz) können helfen.
  • Hygiene: von vorne nach hinten abwischen, nicht umgekehrt.


Lindern Symptome einer Blasenentzündung: frische Bärentraubenblätter und -triebspitzen.

Symptome einer Blasenentzündung

Schmerzen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang sind typische Zeichen einer sich anbahnenden Blaseninfektion. Fast ununterbrochen meldet die Blase dem Gehirn, es sei Zeit, zur Toilette zu gehen. Trotz Drücken und Pressen können dort aber nur kleine Mengen oder gar nur einzelne Tropfen Urin ausgeschieden werden. Das Urinieren ist von einem brennenden Gefühl und Schmerzen begleitet. Die Blase ist leer und der Drang, sie zu entleeren, bleibt. Eine unangenehme Geschichte.

Blasenentzündungen: mögliche Ursachen

Schuld an diesen Symptomen sind Bakterien, in seltenen Fällen auch Pilze, die der Harnröhre entlang in die Blase wandern. Mädchen und Frauen sind sehr viel häufiger als Männer von diesem Übel betroffen. Denn die Harnröhre der Frau ist kürzer und die anatomischen Gegebenheiten im Intimbereich erleichtern den krankmachenden Mikroorganismen das Eindringen in die Harnblase sehr. Der Eingang der weiblichen Harnröhre liegt in unmittelbarer Nähe des Darmausgangs. Während in der Blase Bakterien nichts verloren haben, ist der Darm dicht besiedelt. Die lästigen Infektionskeime sind nämlich in der Regel nicht etwa fremde Eindringlinge, sondern sie wandern aus dem Darm in die Blase.

Sorgsame Hygiene

Unser Darm beherbergt ungefähr vierhundert verschiedene Bakterienstämme und das ist auch gut so. Die Gemeinschaft dieser Billionen Mikroorganismen nennt man Darmflora, obwohl Bakterien nicht zu den Pflanzen gehören. Aber sie bilden im Darm ein Ökosystem, welches wichtige Funktionen hat. Die Darmflora ist Bestandteil unseres Immunsystems und fördert die Abwehr. Die kleinen Lebewesen helfen uns, die verzehrten Nahrungsmittel optimal zu verwerten und bilden Vitamine für uns. Aber das ist noch lange nicht alles, was die Darmflora für unser Wohlergehen tut. Eine gesunde Zusammensetzung von Bakterien in unserem Darm ist die beste Vorbeugung gegen Blasenentzündungen.

Auf den ersten Blick scheint dieser Zusammenhang nicht eben logisch. Doch die meisten Blasenentzündungen werden von Escherichia coli verursacht. Ein Bakterium, das vereinfacht als Kolibakterium bezeichnet wird und sich in unserem Darm heimisch fühlt. Es mag das warme feuchte Klima dort und labt sich gern an den vielen Nährstoffen, an denen es sich reichlich bedienen darf. Alle Säugetiere sind auf diese Winzlinge angewiesen und leben in Symbiose mit ihnen  – das heisst zum gegenseitigen Vorteil. Kolibakterien produzieren zum Beispiel Vitamin K, das für die Blutgerinnung und den Knochenbau notwendig ist. Ein nützliches Bakterium also, ein wahrer Freund, solange es sich nicht übermässig vermehrt und schön brav im Darm wohnen bleiben.

Natürlich verlassen die Kolibakterien nicht aus eigener Initiative den Darm und wandern in die Harnröhre. Das besorgen wir in aller Regel leider selbst. Das nennt man Schmierinfektion. Die beste Prophylaxe gegen Blasenprobleme ist deshalb eine sorgsame Hygiene. Heisst: sich nach dem Stuhlgang konsequent und achtsam von vorne nach hinten abzuwischen und ganz sicher nie umgekehrt. Das hilft Zystitis, wie die Blasenentzündung in der Fachsprache heisst, zu verhindern. Sexuell aktive Frauen sind besonders häufig von diesem schmerzenden Infekt betroffen, weil es durch den Geschlechtsakt zu einer Verschleppung der Bakterien kommen kann.

Dagegen hilft, wenn nach jedem sexuellen Kontakt die Blase vollständig entleert und der Intimbereich mit Wasser gründlich abgeduscht wird. Auf seifenhaltige Produkte sollte man besser verzichten, denn diese schwächen die Abwehr im Intimbereich und erhöhen so das Infektionsrisiko.

Blasenentzündung während der Schwangerschaft

Nicht nur Sex, sondern auch dessen Folgen können das Risiko für Blasenentzündungen (Cystitis) erhöhen. Schwangere Frauen stecken sich nicht nur leichter an, vielmehr kann die Entzündung schwerwiegende Schwangerschaftskomplikationen auslösen. Nicht immer sind Funde von Bakterien im Urin von Symptomen begleitet, dennoch ist die Gefahr von Frühgeburten erhöht. Die Gebärmutter dehnt sich während der Schwangerschaft aus, damit der werdende kleine Mensch genug Raum zum Wachsen erhält. Das erhöht den Druck auf die Blase, so dass diese teilweise richtig eingeklemmt wird. Kommt noch dazu, dass der Urin von Schwangeren mehr Zucker und Eiweisse enthält. Und da Bakterien „Schleckermäuler“ sind, vermehren sie sich noch schneller als sonst.

Blasenentzündung im Alter

Ältere Frauen und alle, die an Miktionsstörungen leiden, zählen ebenfalls zu den Risikogruppen. Besonders gefährdet sind Frauen mit einer Harninkontinenz. Ist der Blasenschliessmuskel alt und schlaff, verschliesst er die Harnröhre nicht mehr richtig. Das heisst, die Blase kann den Urin nicht mehr in ausreichenden Mengen sammeln. Folge davon ist ein kontinuierlicher Verlust des Wassers. Je nach körperlicher Situation gibt es verschiedene Hilfsmittel, um diesem Übel soweit beizukommen, dass sich die Betroffenen trotzdem ungeniert in der Öffentlichkeit bewegen können. In den meisten Fällen entscheidet man sich für entsprechendes Inkontinenzmaterial. Von diesen saugfähigen Einlagen für Erwachsene gibt es eine unüberschaubare Vielzahl an unterschiedlichen Produkten. Das Tragen solcher Einlagen erhöht die Gefahr einer Infektion der Blase besonders dann, wenn gleichzeitig auch eine Stuhlinkontinenz vorhanden ist.

Blasenentzündung bei Kindern

Kinder sind weniger oft von Blasenentzündungen betroffen als Erwachsene, doch bei kleinen Mädchen kommt dieser Infekt hin und wieder vor. Ursachen sind meistens Schmierinfektionen. Die Kinder kennen die Hygiene noch wenig oder achten nicht besonders darauf. Muss zum Beispiel ein Mädchen ausgerechnet während einer intensiven Spielphase stuhlen, so nimmt es sich wohl kaum richtig Zeit, sich sorgfältig zu putzen. Und schon ist es passiert. Nur sind die Symptome bei den Kleinen schwieriger zu erkennen. Gehen die Mädchen häufig auf die Toilette oder beginnen sie sich gar wieder einzunässen, ist ein Urintest angezeigt.

Blasenentzündung beim Mann

Knaben und Männer leiden nur sehr selten an quälendem Harndrang in Folge einer Blasenentzündung. Und wenn doch, sind meist ältere Männer davon betroffen. Das hat mit der Prostata zu tun, die sich im Alter nicht selten vergrössert und dann auf den Harnapparat drückt. Ist der Druck genug gross, dass sich die Blase nicht mehr ganz entleert, bleibt immer etwas Urin im Hohlorgan zurück. Das ist eine ausgezeichnete Brutstätte für Bakterien. Blasenentzündungen bei älteren Herren können ein erstes Zeichen für eine Prostatavergrösserung sein und sogar manchmal rechtzeitig auf einen sich entwickelnder Tumor hindeuten. Älteren Männern ist deshalb empfohlen, sich bei Beschwerden immer ärztlich untersuchen zu lassen.

Diagnose einer Blasenentzündung

Besteht der Verdacht auf eine Entzündung der Blase, kann dies mit einem einfachen Urintest nachgewiesen werden. Apotheken verkaufen solche Schnelltest-Streifen für zu Hause. Für den Test benötigt man den ersten Morgenurin. Dieser hat schon ein paar Stunden in der Blase gelegen. Der Teststreifen wird kurz in den Mittelstrahlurin gehalten. Das heisst, man löst zuerst etwas Wasser in die Toilette, damit Verunreinigungen am Ausgang der Harnröhre weggeschwemmt werden, dann nimmt man die Probe für den Test und den Rest der Blase entleert man wieder in die Toilette. Die Teststreifen zeigen durch farbliche Verfärbungen die gemessenen Inhaltsstoffe an. Mit Hilfe der dazu gelieferten Farbvergleichsskala kann man das Messresultat selbst ablesen. Hohe Nitritwerte sind sicheres Zeichen eines entzündlichen Prozesses. Nitrit, ein chemischer Stoff aus Stickstoff und zwei Sauerstoffmolekülen, kommt im Harn normalerweise nicht vor. Er wird von den Bakterien gebildet. Mit diesen einfachen Schnelltests lassen sich die meisten Harnwegsinfekt erkennen.

Behandlung einer Blasenentzündung

Blasenentzündungen sollten immer behandelt werden, damit die Bakterien nicht weiter im Körper hochsteigen und das Nierenbecken oder gar die Niere selbst befallen. Die erste Wahl ist häufig eine Behandlung mit Antibiotika. Bekanntlich töten diese chemischen Stoffe fast alle Bakterien im Handumdrehen. Mit Antibiotika klingen die Symptome rasch ab, nur leider sind Rückfälle recht häufig. Antibiotika lassen nicht nur die krankmachenden Keime in der Blase sterben, sondern auch unsere Freunde im Darm welche eigentlich mithelfen, Blasenentzündungen zu vermeiden. Ein Teufelskreis. Dieses Hin und Her von Rückfällen und Antibiotikatherapie kann nur mit alternativen Behandlungen durchbrochen werden.

Wie kann ich einer Blasenentzündung vorbeugen?

Alles, was die körpereigene Abwehr stärkt, vermindert das Infektionsrisiko: viel Bewegung an der frischen Luft, eine vitaminreiche Ernährung und ausreichend Schlaf. Ruhe stärkt, während Stress schwächt. Und da wäre natürlich noch das Vitamin C, welches in grossen Mengen in Zitrusfrüchten vorkommt, in diesem Falle aber nicht zu empfehlen ist.

Die Fruchtsäure gelangt in den Urin und raut die empfindlichen Schleimhäute auf. Das Kolibakterium hat auf seiner Oberfläche viele winzige Haftarme, mit denen es sich an der Blasenwand festzuhalten versucht. In kleinsten Ritzen und Wunden können sich die Schädlinge deshalb leichter einnisten. Andere reizende Stoffe wirken ganz ähnlich, dazu gehören Kaffee, Schwarztee und alle alkoholischen Getränke.

Orangensaft ist folglich nicht gut, viel trinken aber schon. Je mehr getrunken wird, desto mehr Wasser wird über die Blase ausgeschieden. Bei jeder Entleerung spülen wir gleich noch eine ganze Menge der lästigen Erreger mit hinaus. Je mehr wir die Blase füllen und Wasser lassen, desto besser. Viel Wasser trinken hilft gut. Noch besser, wenn diuretische und entzündungshemmende Kräuter als Tee aufgegossen werden. Brennnesseln, Birken- und Bärentraubenblätter, Thymian und viele weitere Heilpflanzen können sowohl zur Behandlung als auch als Therapie getrunken werden. Für alle, die sich die Mischungen nicht selbst zubereiten wollen, gibt es eine gute Auswahl an Blasentees oder Kräuterdragees, die alle sehr wirkungsvoll sind.

Mit Abstand am besten aber wirken Preiselbeeren. Ihr roter Saft ist ein erfrischendes Getränk und wer auf Nummer sicher gehen will, streicht Preiselbeermarmelade aufs Brot und knabbert getrocknete Früchte zwischendurch. Wie die Preiselbeeren genau wirken, ist nicht abschliessend erforscht. Vermutlich aber lähmen sie die Haftarme der Kolis, damit sich diese nicht festhalten können. Preiselbeeren nimmt man am besten kurz vor dem Schlafen ein, damit deren Inhaltsstoffe die ganze Nacht über in der Blase verweilen und ihre Wirkung entfalten.

Blase häufig leeren

Neben diesen Behandlungsmöglichkeiten ist auf eine gute Miktionshygiene zu achten. Wer anfällig für Blasenentzündungen ist oder zu einer Risikogruppe gehört, sollte die Blase häufig leeren und nicht warten, bis es richtig drängt. Je länger die Bakterien innerhalb der Blase sind, desto mehr Unheil richten sie an. Nicht vergessen, die Hände vor dem Toilettengang zu waschen, damit man nicht etwa beim Abwischen Bakterien im Intimbereich deponiert.

Die Unterwäsche ist täglich zu wechseln. Wie bei anderen Infekten auch, hilft auch Wärme gut als Vorbeugung. Sich „untenherum“ warm anziehen, auch wenn das nicht der Mode entspricht oder im Winter eine Bettflasche auf den Bauch legen, unterstützt die Abwehr und lindert die Schmerzen. Warme Sitzbäder mit heilenden Kräutern tun der gereizten Blase gut.

Manchmal ist trotz aller Massnahmen eine Antibiotikatherapie notwendig. Es lohnt sich dabei ,an die armen Freunde im Darm zu denken und gut für die Darmflora zu sorgen. Das ist leicht mit viel Gemüse, Salaten und Früchten machbar. Lebensmittel mit uns wohlgesinnten Bakterien – wie in Joghurt oder Sauerkraut enthalten – bauen die Flora in den Darmzotten effektiv auf. Es gibt ausserdem Milchsäurebakterien in Tablettenform und Medikamente zur Darmsanierung nach Antibiotikatherapien.