Topwell Apotheken AG

Wissenswertes rund um das Thema «Blasenschwäche»

Blasenschwäche ist ein sehr weitverbreitetes Problem – und trotzdem ist es leider immer noch oft ein Tabuthema.

Harninkontinenz

In den allermeisten Fällen liegt der Inkontinenz keine lebensbedrohliche Krankheit zugrunde, dennoch bedeutet sie für die Betroffenen aber eine grosse Belastung, welche die Lebensqualität massiv einschränken kann. Ungewollter Urinabgang kann zu unangenehmen Situationen führen, weshalb sich viele Betroffene aus Scham und Angst kaum mehr unter die Leute trauen, die Aktivitäten des täglichen Lebens einschränken, sich immer mehr zurückziehen und schliesslich vereinsamen. Zudem verpassen sie, weil sie mit ihrem Problem allein bleiben, auch die Chance auf wertvolle Ratschläge und wirksame Hilfe.

Das muss nicht so sein! Heute stehen so viele verschiedene Hilfsmittel und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, dass sich niemand wegen einer Blasenschwäche verstecken muss. Dank dieser Hilfsmittel ist trotz Inkontinenz ein aktives Leben möglich. In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über die normale Blasenfunktion, die verschiedenen Inkontinenzformen und die diversen Behandlungsmöglichkeiten und Hilfsmittel geben. Darüber hinaus stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne für ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung.

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Wie funktioniert die Blase?

Die Harnblase ist ein muskulöses Hohlorgan, in dem der Urin, den die Nieren laufend produzieren, gesammelt wird. Das gesamte Blutvolumen fliesst mehrmals täglich durch die Nieren, wo es von Stoffwechselendprodukten und Giftstoffen gereinigt und filtriert wird. Die Rückstände werden mit dem Urin über die beiden Harnleiter in die Blase abgeleitet. An der Mündung der Harnleiter in die Blase sorgt ein ringförmiger Muskel nach dem Prinzip eines Rückschlagventils dafür, dass kein Harn zurück in die Nieren fliesst.

Mit zunehmender Füllung dehnt sich die elastische Blase wie ein Ballon langsam aus. Nach unten wird die Blase vom inneren Schliessmuskel der Harnröhre verschlossen. Zusammen mit dem äusseren Harnröhrenmuskel und der Beckenbodenmuskulatur, die wir beide bewusst kontrollieren können, sorgt er dafür, dass kein Tropfen Urin ungewollt aus der Blase rinnt.

Ist die Blase etwa halb voll (250–350 ml), melden Nerven in der Blase dies an das Gehirn, worauf wir den Drang verspüren, die Blase zu entleeren. Im Normalfall können wir diesen Drang unterdrücken, bis wir eine Toilette aufsuchen können. Bei einer Trinkmenge von 2–2,5 Litern pro Tag beträgt die tägliche Urinmenge zirka 1,5–2 Liter.

Die Unterschiede bei Frau und Mann

Bei der Frau liegt die Blase zwischen dem knöchernen Schambein und der Gebärmutter. Die Harnröhre ist nur 3 bis 4 cm lang und liegt direkt an der vorderen Wand der Scheide. Die Beckenbodenmuskulatur, welche das Becken gegen unten abschliesst, wird bei der Frau dreimal durchbrochen, nämlich von den Mündungen von Harnröhre, Scheide und Darm.

Beim Mann liegt die Blase zwischen dem Schambein und dem Enddarm, und die Harnröhre ist mit bis zu 25 cm deutlich länger als bei der Frau. Direkt unterhalb der Blase liegt die Prostata, welche die Harnröhre vollständig umschliesst.

Harninkontinenz/Blasenschwäche

Von Harninkontinenz oder Blasenschwäche spricht man, wenn es zu einem unwillkürlichen Abgang von Urin kommt. Im Schnitt wird jede 4. Frau und jeder 10. Mann im Laufe des Lebens mit dem Problem Harninkontinenz konfrontiert. Die anatomischen Gegebenheiten, die zusätzliche Belastung durch Schwangerschaften und Geburten, aber auch die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene) tragen dazu bei, dass Frauen wesentlich häufiger an Inkontinenz leiden als Männer. Grundsätzlich kann die Blasenschwäche in allen Altersstufen auftreten, mit zunehmendem Alter nimmt aber auch die Wahrscheinlichkeit einer Inkontinenz zu. Falsch ist hingegen die Ansicht, Blasenprobleme gehörten zwangsläufig zum Älterwerden.

Kurzselbsttest

Anhand der folgenden sechs Fragen können Sie Ihr eigenes Risiko beurteilen. Wenn Sie eine der Fragen mit JA beantworten, könnte bei Ihnen eine Blasenschwäche vorliegen, die behandelt werden sollte. Wenden Sie sich in diesem Fall für weitere Informationen an Ihre Topwell-Apotheke oder Ihren Arzt.

  1. Müssen Sie sehr häufig auf die Toilette gehen (tagsüber mehr als 8-mal)?
  2. Müssen Sie auch nachts mehrmals aufstehen zum Wasserlösen?
  3. Spüren Sie manchmal einen plötzlichen und unkontrollierbaren Drang, Wasser zu lösen?
  4. Haben Sie schon Urin verloren, weil Sie den Drang nicht beherrschen konnten?
  5. Verlieren Sie Urin bei körperlichen Tätigkeiten wie z.B. beim Husten, Lachen, Niesen, Treppensteigen, Heben von Lasten, Laufen oder Springen?
  6. Verlieren Sie Urin bei körperlichen Tätigkeiten und leiden Sie gleichzeitig an einem starken Dranggefühl?

Kommen Sie bei uns vorbei für die Inkontinenzberatung.

Stress- und Belastungsinkontinenz – häufigste Inkontinenzform bei Frauen

Symptome
Spontaner Abgang von kleineren Mengen Urin, wenn der Druck im Bauchraum z.B. durch Husten, Lachen, Niesen, Heben von Lasten, Laufen, Springen, Treppensteigen zunimmt.

Ursachen
Die häufigste Ursache der Stressinkontinenz ist eine schwache Beckenbodenmuskulatur und/oder eine Lageveränderung von Blase und Gebärmutter (Gebärmuttersenkung). Begünstigt wird die Entwicklung durch eine altersbedingte Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur, den Östrogenmangel in der Menopause sowie durch Belastungen des Beckenbodens durch Schwangerschaften und Geburten, aber auch durch Übergewicht und chronische Verstopfung. Auch falsches Heben und Tragen von Lasten können den Beckenboden schwächen. Das können Sie vermeiden, indem Sie beim Heben und Tragen die Beckenbodenmuskulatur immer gut anspannen.

Bei Männern ist die Belastungsinkontinenz sehr selten. Wenn sie auftritt, ist sie meist die Folge einer Prostataentfernung oder einer Operation an der Blase oder der Harnröhre.

Behandlungsmöglichkeiten

Beckenbodengymnastik
Das A und O der Vorbeugung der Stressinkontinenz ist das konsequente Training der Beckenbodenmuskulatur. Spätestens bei ersten Anzeichen einer Stressinkontinenz sollte aber jede Frau (und jeder betroffene Mann!) mit Beckenbodengymnastik beginnen. Durch gezielte Übungen kann die Beckenbodenmuskulatur soweit gestärkt werden, dass der Harnröhrenverschluss auch unter Belastung gewährleistet ist. Durch Kugeln oder Konen, welche in der Scheide getragen werden, oder durch Elektrostimulation kann das Beckenbodentraining zusätzlich unterstützt werden. Mehr Details zur Beckenbodengymnastik finden Sie auf Seite 18.

Lokale Hormontherapie
Die lokale Hormontherapie fördert den Aufbau von Haut und Schleimhaut, aber auch von Muskulatur und Bindegewebe und trägt damit zur Stärkung des Beckenbodens bei.

Andere Behandlungsmöglichkeiten
In gewissen Situationen werden auch Pessare empfohlen, die entweder einen mechanischen Verschluss der Harnröhre oder ein Anheben der gesenkten Gebärmutter bewirken. Reichen diese Massnahmen nicht aus und liegt eine schwere Stressinkontinenz vor, kann eine Inkontinenzoperation Abhilfe schaffen.

Überlaufinkontinenz – die häufigste Inkontinenzform bei Männern

Symptome
In unregelmässigen Abständen tröpfeln kleine Mengen von Urin ab. Die Blase ist permanent voll und kann spontan nicht vollständig entleert werden, obwohl der Druck sehr hoch ist. Beim Wasserlassen ist der Harnstrahl deutlich abgeschwächt.

Ursachen
In den allermeisten Fällen ist eine Vergrösserung der Prostata dafür verantwortlich. Die Prostata umschliesst die Harnröhre kurz nach dem Abgang aus der Blase. Wenn sie grösser wird, behindert sie zunehmend den Abfluss von Urin aus der Blase. Die gutartige Vergrösserung der Prostata ist eine sehr häufige Alterserscheinung. Von den über 60-jährigen Männern ist etwa die Hälfte betroffen, bei den über 90-Jährigen sind es über 90%. Weitere seltenere Ursachen, die sowohl bei Männern als auch bei Frauen zu einer Überlaufinkontinenz führen können, sind Verwachsungen, Narben und Verletzungen der Harnröhre durch Blasenkatheter nach Operationen oder Nervenstörungen bei Diabetes oder Rückenmarksverletzungen.

Behandlungsmöglichkeiten

Als vorbeugende Massnahme gegen Blasensteine, stauungsbedingte Erweiterung des oberen Harntraktes und Harninfekt empfiehlt es sich im ersten Schritt, die vollständige Blasenentleerung zu fördern. Zur Kontrolle eignet sich ein so genanntes Miktionsprotokoll sehr gut, in welchem Sie die Trinkmengen und die Entleerungen aufzeichnen.

Ihre Topwell-Apotheker zeigen Ihnen gerne, wie Sie ein solches Protokoll erstellen.

Zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrösserung stehen verschiedene pflanzliche Heilmittel beispielsweise aus Sägepalmenfrüchten, dem Afrikanischen Pflaumenbaum, Brennnesselwurzeln oder Kürbissamen, die das Wachstum der Prostata hemmen sollen, sowie Medikamente, welche den Blasenausgang lockern, zur Verfügung. Reichen diese Massnahmen nicht aus oder liegen andere Gründe für die Überlaufinkontinenz vor, kann mithilfe von Kathetern eine vollständige Entleerung der Blase gewährleistet werden. Auf Dauer ist in solchen Fällen eine Operation aber meist unumgänglich.

Dranginkontinenz/Reizblase

Wir unterscheiden zwei Formen der Dranginkontinenz: die motorische Dranginkontinenz und die häufigere sensorische Dranginkontinenz oder Reizblase.

Symptome
Sehr häufiger, starker Harndrang und entsprechend häufige Toilettenbesuche. Teilweise unwillkürlicher Verlust grösserer Urinmengen.

Ursachen
Verschiedene neurologische Erkrankungen wie z.B. Alzheimer- Demenz, Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose oder schwere Arteriosklerose können eine motorische Dranginkontinenz zur Folge haben. Schon bei geringer Füllung sendet die Blase Impulse an das Gehirn, welche den Harndrang hervorrufen. Wegen der Erkrankung des Gehirns kann dieses den Drang nicht unterdrücken und die Blasenentleerung nicht kontrollieren, weshalb es zum unfreiwilligen Abgang von Urin kommt. Bei der Reizblase ist die komplexe neurologische Funktion der Blasenfüllung und -entleerung gestört. Die häufigste Ursache einer solchen Störung sind chronische Blasenentzündungen, von welchen Frauen wegen der kürzeren Harnröhre viel häufiger betroffen sind als Männer. Auch Blasensteine, -tumoren und Östrogenmangel können eine Reizblase verursachen. Der lästige, häufige Harndrang mit oder ohne Harnverlust bedeutet eine starke Einschränkung der Lebensqualität.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei einer motorischen Dranginkontinenz wird bei verwirrten Menschen als erstes die regelmässige Blasenentleerung (mind. alle 3 bis 4 Stunden) empfohlen, bei geistig gesunden Personen kann die Blase längerfristig mit einem speziellen Blasentraining an eine normale Füllmenge gewöhnt werden.

Liegt der Reizblase eine chronische Blasenentzündung zugrunde, muss diese unter Umständen mit Antibiotika behandelt werden.

Weitere nicht-medikamentöse Behandlungsmassnahmen sind: viel trinken (mind. 2 bis 2,5 Liter pro Tag), Preiselbeersaft oder -präparate (die Inhaltsstoffe wirken desinfizierend), Blasentee, Wärmeapplikation im Blasen- und Rückenbereich, korrekte, aber nicht übertriebene Intimpflege sowie Wasserlösen nach dem Geschlechtsverkehr. Bei anderen Ursachen der Reizblase können auch Östrogene oder blasenentspannende Medikamente helfen.

Andere Inkontinenzformen

Neben den drei häufigsten Inkontinenzformen – Stressoder Belastungsinkontinenz, Überlaufinkontinenz und Dranginkontinenz/Reizblase – gibt es eine Reihe von weiteren selteneren Inkontinenzformen.

Reflexinkontinenz
Bei dieser Inkontinenzform liegt eine Unterbrechung der Nervenüberleitung zwischen der Blase und dem Gehirn vor, weshalb die Betroffenen keinen Harndrang verspüren, wenn die Blase voll ist. Erhöht sich aber der Druck im Bauchraum z.B. durch Husten oder eine Bewegung, zieht sich die Blase reflexartig zusammen und entleert sich vollständig, ohne dass dies willentlich verhindert werden könnte. Ursächlich liegt am häufigsten eine Rückenmarkschädigung z.B. bei Querschnittlähmung oder angeborenen Fehlbildungen vor. Eine Reflexinkontinenz kann aber auch bei Multipler Sklerose oder Diabetes auftreten. Zur Behandlung kommen Medikamente, Blasenkatheter, Blasenklopftraining oder eine Operation in Frage.

Extrauretherale Inkontinenz
Bei dieser Form geht Urin ausserhalb des Harnwegsystems ab. Durch angeborene Missbildungen der Harnwege oder durch Fisteln gelangt Urin in die Scheide oder den Enddarm und läuft von dort ungehindert ab. Fisteln können u.a. nach Operationen, Strahlentherapie oder bei Tumoren auftreten. Bei dieser Inkontinenzform liegt die Behandlung immer in einer Operation.

Andere Ursachen für eine «Blasenschwäche»

Bettnässen – Inkontinenz bei Kindern
Bettnässen ist eines der häufigsten Probleme im Kindesalter überhaupt. Bei Kindern unter 5 Jahren ist es völlig normal, wenn sie in der Nacht nicht vollständig trocken sind. Man spricht deshalb erst dann von Bettnässen, wenn Kinder über 5 Jahren regelmässig oder ab und zu nachts ins Bett machen. Als Ursachen kommen eine verspätete Reifung der Blasenfunktion, psychische Belastungen, aber auch Blasenentzündungen oder Missbildungen der Harnwege in Frage. Da Bettnässen für die Kinder sehr belastend sein kann, sollten Eltern nicht zu lange zögern, das Gespräch mit dem Topwell-Apotheker und dem Kinderarzt zu suchen.

Nykturie
Als Nykturie bezeichnet man vermehrtes nächtliches Wasserlösen. Dies wird dann zum Problem, wenn die Nachtruhe derart gestört wird, dass die Leistungsfähigkeit am Tag eingeschränkt ist. Für Betagte bedeutet häufiges nächtliches Aufstehen ausserdem eine grössere Sturzgefahr. Eine Nykturie kann im Rahmen einer anderen Inkontinenzform auftreten, also Folge einer Blasenfunktionsstörung sein, oder durch eine vermehrte nächtliche Urinproduktion bedingt sein. Zu den wichtigsten Vertretern dieser zweiten Gruppe gehört die Herzschwäche, weshalb häufig ältere Menschen von Nykturie betroffen sind.

Beckenbodengymnastik

Ziel der Beckenbodengymnastik ist die Besserung oder Heilung der Inkontinenz und/oder von Senkungsbeschwerden. In der Regel ist das Training in drei Stufen aufgebaut:

  1. Wahrnehmen des Beckenbodens
  2. Aufbau einer guten Beckenbodenaktivität
  3. Kräftigung des Beckenbodens

Üben, üben, üben
Nur regelmässiges, tägliches Training führt zum Ziel. Aufbau und Stärkung von Muskeln brauchen Geduld und Ausdauer. Üben Sie deshalb täglich 4- bis 5-mal und wiederholen Sie jede Übung 10-mal. Viele Übungen können leicht in den Alltag eingebaut werden, trainieren Sie Ihren Beckenboden z.B. wenn Sie auf den Bus warten oder in der Schlange vor der Supermarktkasse anstehen. Die beiden folgenden Übungen können Sie bequem in den Alltag einbauen, ohne dass andere etwas davon merken:

1. Spannen Sie Ihre Schliessmuskeln an, als würden Sie Harn- und Stuhldrang unterdrücken, und halten Sie diese Spannung ein paar Sekunden lang. Bauch- und Gesässmuskeln sollten dabei ganz locker bleiben.

2. Setzen Sie sich entspannt und mit geradem Rücken auf einen Stuhl. Verlagern Sie das Gewicht so, dass Sie in der Mitte des Beckenbodens sitzen, spannen Sie den Beckenboden nun an, halten Sie die Spannung und zählen Sie langsam bis 10 (Geübte zählen bis 15). Atmen Sie dabei ruhig weiter.

Hautschutz und Hautpflege

Richtiger Hautschutz und Hautpflege sind bei Blasenschwäche besonders wichtig. Die Haut wird mit dem Alter ohnehin schon dünner, trockener und empfindlicher, kommen noch dauernder Kontakt mit Urin, häufiges Waschen, das Benutzen falscher Pflegemittel usw. dazu, sind Hautprobleme im Intimbereich kaum zu vermeiden.

Zudem stellt die feuchte Wärme in nasser Unterwäsche oder Windeln ein ideales Klima für Bakterien und Pilze dar und erhöht so das Infektrisiko.

✔ Um den Säureschutzmantel der Haut nicht zu zerstören, sollten zum Waschen des Genitalbereichs nur Wasser und sparsam dosierte pH-neutrale bis saure, rückfettende Seifen oder Waschlotionen verwendet werden. Für den Aufbau der Vaginalflora können Milchsäurepräparate eingesetzt werden.

✔ Nach dem Waschen und sorgfältigen Trocknen (nicht Trockenrubbeln!) empfiehlt sich die Pflege mit einer fetthaltigen Emulsion, Creme oder einem geeigneten Öl.

✔ Bei Frauen können zusätzlich auch hormonhaltige Cremen und Ovula sinnvoll sein.

✔ Inkontinenzeinlagen/-slips sollten die Flüssigkeit rasch und gut aufnehmen und regelmässig gewechselt werden.

Ihre Topwell-Apotheker beraten Sie gerne über geeignete Mittel zur Hautpflege.

Trotz Inkontinenz ist ein aktives Leben möglich

Zahlreiche Hilfsmittel, mit welchen soziale und hygienische Probleme der Inkontinenz gelöst werden können, ermöglichen Betroffenen heute eine fast uneingeschränkte Teilnahme am aktiven Leben. Neben den eigentlichen Hilfsmitteln gibt es eine Reihe von allgemeinen Massnahmen, die das Leben mit Inkontinenz erleichtern.

✔ Die Kleidung sollte schnell und einfach zu öffnen und zu schliessen sein, um den Toilettengang zu erleichtern.

✔ Die Kleidung sollte pflegeleicht und einfach zu waschen sein. Empfehlenswert sind ausserdem farbige und gemusterte Stoffe, welche ein allfälliges Missgeschick besser kaschieren.

✔ Die Trinkmenge sollte keinesfalls reduziert werden. Da konzentrierter Urin viel aggressiver ist als verdünnter Urin, ist es im Gegenteil wichtig, tagsüber auf eine regelmässige, genügende Flüssigkeitszufuhr (mind. 2 bis 2,5 Liter) und regelmässige Toilettengänge zu achten. Ein Trinkplan kann helfen, ans regelmässige Trinken zu denken.

✔ Um häufiges nächtliches Wasserlösen zu vermeiden, ist es ratsam, ab 18 Uhr nur noch wenig zu trinken.

Hilfsmittel

Zu den wichtigsten Hilfsmitteln bei Inkontinenz zählen zweifellos Inkontinenzeinlagen/-slips, Urinale und Katheter. Alle diese Hilfsmittel sollen zuverlässig das Austreten von Urin verhindern und vor Gerüchen schützen. Dabei sollten sie möglichst diskret angenehm zu tragen und einfach zu wechseln resp. zu leeren sein. Die Faktoren, welche die Wahl des geeigneten Produktes beeinflussen, sind sehr vielfältig, so kommt es z.B. auf den Schweregrad der Inkontinenz an, Frauen und Männer brauchen aus anatomischen Gründen unterschiedliche Produkte, es spielt eine Rolle, wie mobil der Betroffene ist, und nicht zuletzt ist es auch eine Frage des Budgets.

Um aus der breiten Palette an verschiedenen Präparaten das individuell geeignete Produkt zu finden, ist deshalb eine persönliche Beratung notwendig. Ihre Topwell-Apotheker beraten Sie gerne über die verschiedenen Hilfsmittel und geben Ihnen selbstverständlich auch Muster zum Testen mit.

Seit Kurzem bieten Ihnen die Topwell-Apotheken mit Seniomat zudem eine computergestützte Verbrauchs- und Budgetkontrolle für die Inkontinenz-Hilfsmittel an.

Unter anderem kann damit das für Sie preiswerteste Produkt gefunden werden.