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Besser leben mit Diabetes

Gesundheitstipps zum Thema «Diabetes»

In der Schweiz schätzt man, dass beinahe 500´000 Personen an Diabetes erkrankt sind, davon sind rund 40´000 Typ-1-Diabetiker. Wie lebt man besser mit Diabetes?

Diabetes-Facts

  • Heute sind weltweit 415 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, dies entspricht rund 5,6% der Weltbevölkerung
  • Im Jahr 2015 hatte es in den folgenden fünf Ländern am meisten Diabetiker und Diabetikerinnen: China (109,6 Mio.), Indien (69,2 Mio.), USA (29,3 Mio.), Brasilien (14,3 Mio.) und Russland (12,1 Mio.)
  • Bis zum Jahr 2040 werden gemäss Schätzungen der Internationalen Diabetes Föderation (www.idf.org) rund 642 Millionen Menschen weltweit an Diabetes erkrankt sein
  • Die meisten Menschen mit Diabetes sind zwischen 40 und 59 Jahre alt
  • Im Durchschnitt dauert es 7 Jahre, bis ein Diabetes Typ 2 entdeckt wird
  • Die Hälfte aller Diabetiker und Diabetikerinnen wissen noch gar nicht, dass sie an Diabetes erkrankt sind

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Symptome und Behandlung des Diabetes Typ 1


Der Diabetes mellitus Typ 1 wurde früher auch als insulinabhängiger Diabetes oder juveniler Diabetes bezeichnet. Es handelt sich beim Typ-1-Diabetes um eine Autoimmunerkrankung. Diese entsteht, wenn die Betazellen der Bauchspeicheldrüse, welche das für die Regulierung des Blutzuckers notwendige Insulin herstellen, vom Immunsystem des Körpers zerstört werden. Der Typ-1-Diabetes tritt häufiger bei Kindern und jungen Erwachsenen auf, kann aber Personen in jedem Lebensalter treffen. Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 sind lebenslang auf die Gabe von Insulin angewiesen, Heilungsmöglichkeiten bestehen bisher noch nicht.
Der Diabetes mellitus Typ 1 kann bei genauer Beobachtung frühzeitig festgestellt werden, da die typischen Symptome normalerweise stark ausgeprägt sind:
  • grosser Durst
  • übermässiges Wasserlassen
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit


Die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 besteht im Ersatz des fehlenden Insulins. Die erforderliche Dosis richtet sich nach dem aktuellen Blutzucker, der Menge an zugeführten Kohlenhydraten und der geplanten körperlichen Aktivität. Zum Erlernen der Insulintherapie gibt es spezielle Schulungskurse für Betroffene und Angehörige. Die Verabreichung des Insulins muss in Form von Injektionen erfolgen, da bei oraler Verabreichung (als Tablette) das Insulin durch Verdauungsenzyme zerstört würde.

Die Entwicklung von modernen Injektionshilfen (Pen oder Pumpe) ermöglicht den Menschen mit Diabetes eine einfache, diskrete und exakt dosierte Insulinverabreichung. Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 sind lebenslang auf die Gabe von Insulin angewiesen, Heilungsmöglichkeiten bestehen bisher noch nicht.

Symptome und Behandlung des Diabetes Typ 2

Der Diabetes mellitus Typ 2 war früher auch als nicht-insulinabhängiger Diabetes oder Altersdiabetes bekannt. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse zwar weiterhin Insulin, jedoch nicht genügend oder der Körper kann es nicht mehr wirksam verwenden, um Blutzucker in Energie umzuwandeln (Insulinresistenz). Die Entwicklung des Typ-2-Diabetes wird begünstigt durch Erbfaktoren, Übergewicht und Bewegungsmangel. Er tritt in den meisten Fällen erst ab einem Lebensalter von über 40 Jahren auf, man findet ihn aber auch zunehmend bei jüngeren Menschen mit starkem Übergewicht.

Im Frühstadium des Diabetes Typ 2 treten kaum äusserliche Anzeichen und Symptome auf. Die Diagnose der Krankheit wird häufig erst gestellt, wenn die ersten Komplikationen der Erkrankung (wie z.B. schlecht heilende, infektionsanfällige Wunden oder Sehstörungen) auftreten.

Die Behandlung beim Typ-2-Diabetes besteht in einer ausgewogenen Ernährung, unterstützt durch regelmässige körperliche Aktivität. Lassen sich die erhöhten Blutzuckerwerte mit diesen Massnahmen nicht normalisieren, werden Tabletten eingesetzt. Wird auch damit keine gute Blutzuckereinstellung erreicht, wird eine Therapie mit Insulin notwendig.

Symptome und Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes ist erkennbar an erhöhten Blutzuckerwerten, welche erstmals während der Schwangerschaft festgestellt werden. Dieser Schwangerschaftsdiabetes tritt wahrscheinlich bei 10 bis 15% aller Schwangerschaften auf und gehört damit zu den häufigsten Komplikationen. Unmittelbar nach der Geburt verschwindet der Schwangerschaftsdiabetes bei fast allen Frauen wieder, doch später entwickelt sich bei 30 bis 50 % der Frauen ein Typ-2-Diabetes.

In den meisten Fällen hat die Mutter keine Beschwerden, d.h. die typischen Zeichen für einen Diabetes (z.B. starker Durst, häufiges Wasserlassen) sind nicht vorhanden. Oft weisen nur unspezifische Symptome auf einen Diabetes hin, z.B. eine erhöhte Anfälligkeit für Harnwegsinfektionen, erhöhter Blutdruck, erhöhte Fruchtwassermenge oder erhöhte Zuckerausscheidung im Urin.

Den Schwangerschaftsdiabetes kann man durch eine Ernährungsumstellung in 85 % der Fälle für längere Zeit sehr gut behandeln. Mehrere kleine Mahlzeiten anstatt weniger grosser und bei Übergewicht (BMI über 25) eine leichte Kalorienreduktion sind erste Schritte. Regelmässige, für Schwangere gut durchführbare und risikolose körperliche Betätigung wie Schwimmen, Gehen und Treppensteigen lässt die Körperzellen besser auf das körpereigene Insulin ansprechen.

Wenn eine angepasste Ernährung und Bewegung keine Wirkung mehr zeigen, muss Insulin gespritzt werden. Orale Antidiabetika (Blutzuckertabletten) sind in der Regel nicht erlaubt.

Tipps für eine gesunde Ernährung mit Diabetes:

  • «5 am Tag»: Essen Sie täglich 5x1 Hand voll Früchte und Gemüse (roh und gekocht) in verschiedenen Farben. Das entspricht der Menge von rund 600g pro Tag. Sie sichern sich damit die nötige Menge an wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungsfasern.
  • Reduzieren Sie Ihren Fettkonsum. Achten Sie auf versteckte Fette im Fleisch, in Backwaren und Süssigkeiten. Bevorzugen Sie bei Milchprodukten die fettreduzierten Varianten.
  • Verwenden Sie Olivenöl für die kalte und die warme Küche. Für die kalte Zubereitung eignet sich auch unser hiesiges Rapsöl hervorragend.
  • Essen Sie täglich Getreideprodukte (wie Volkornbrot, Vollkornnudeln, Getreideflocken), Kartoffeln.
  • Fleisch muss nicht jeden Tag auf den Tisch. Wenn Sie Fleisch konsumieren, bevorzugen Sie fettarme (magere) Sorten.
  • Geniessen Sie etwa ein- bis zweimal pro Woche ein Fischgericht. Wählen Sie Fisch aus nachhaltiger Fischerei (Bio-Label für Zuchtfisch, MSC-Gütesiegel für Wildfang).
  • Trinken Sie viel, zum Beispiel ungezuckerten Tee oder Mineralwasser. Alkohol enthält viele Kalorien und sollte nur sparsam genossen werden. Ein Glas Wein pro Tag zu einer Mahlzeit ist aber ausdrücklich erlaubt.
  • Süssigkeiten, salzige Knabbereien und gezuckerte Getränke sind Genussmittel, die Sie sich nur gelegentlich gönnen sollten.