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Mikronährstoffe

Wir beraten Sie gerne im Umgang mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Aminosäuren.

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Was sind Mikronährstoffe?

Nährstoffe werden in Makronährstoffe und Mikronährstoffe unterteilt. Nährstoffe sind im Allgemeinen alle vom menschlichen Körper für eine normale Entwicklung und die Aufrechterhaltung der Gesundheit benötigten Stoffe. Makronährstoffe sind Kohlenhydrate, Proteine (Eiweisse) und Lipide (Fette). Diese Makronährstoffe können in der Zelle aber nur verarbeitet und verwertet werden, wenn die Nahrung zusätzlich weitere Nährstoffe, die sogenannten Mikronährstoffe, enthält.

Haben Sie das gewusst?

Obst und Gemüse enthalten viele Mikronährstoffe im frisch geernteten Zustand. Durch Transport, Lagerung, Konservierung und Kochen werden viele dieser wertvollen Mikronährstoffe zerstört. Ein Kopfsalat kann zum Beispiel innerhalb von 3 Tagen bis zu 60 % an Vitamin C verlieren, Spinat bis zu 95 %. Über die tägliche Nahrung ist daher die Aufnahme von Mikronährstoffen zumeist unzureichend.

Warum Mikronährstoffe zusätzlich supplementieren?

Vitamine kann der Körper selber nicht herstellen. Sie müssen über die Nahrung oder Vitaminpräparate zugeführt werden. Mineralstoffe und Spurenelemente sind meist genügend in Nahrungsmitteln vorhanden jedoch kann ein Mangel durch eine einseitige Ernährung oder auch durch eine «falsche» Kombination von Nahrungsmittel entstehen. Aminosäuren sind die kleinste Basis von Proteinen und für viele Prozesse im Körper mitverantwortlich. Durch Stress, unausgewogene Ernährung sowie chronische Erkrankungen kann es zu einem Mangel an Aminosäuren im Körper kommen.

Anwendung und Dosierung

Bei den Mikronährstoffen ist die Spannbreite zwischen Nutzen und Schaden sehr weit. Auch bei Überschreiten der empfohlenen Tagesdosis (ETD) um ein Mehrfaches sind daher keine Nebenwirkungen zu erwarten. Der Fachmann wird sogar in der Regel bewusst höhere Dosierungen festlegen, um gewisse therapeutische Ziele zu erreichen. Frei verkäufliche Produkte enthalten Dosierungen, welche sich nach der schweizerischen Gesetzgebung richten.

Die Ausnahme ist Vitamin A. Bei Vitamin A sollte man beachten, dass es bei hohen Dosierungen in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten zu Missbildungen des Fötus kommen kann. Deshalb sollte man in dieser Zeit die genauen Anweisungen des Fachpersonals befolgen.

Betacarotin

Betacarotin ist die pflanzliche Vorstufe von Vitamin A und kann nicht überdosiert werden, im Gegensatz zum Vitamin A. Betacarotin neutralisiert als Antioxidans überschüssige freie Radikale, welche die Hautzellen schädigen. Carotinoide verteilen sich unter anderem in der Haut für einen oxidativen Schutz.

Typische Anwendungsgebiete
  • Zur Vorbeugung und Stabilisierung von Augenerkrankungen oder Sehverschlechterung
  • Bei Hauterkrankungen
  • Bei sehr hellhäutigen Personen zur Vorbeugung eines Sonnenbrandes 
  • Stärkung des Immunsystems (Intaktheit von Haut und Schleimhaut)
  • Zur Unterstützung des Wachstums und der Entwicklung bei Kindern

B-Vitamine

B-Vitamine können im Körper nicht lange gespeichert werden, da sie wasserlöslich sind. Die Funktionen der verschiedenen B-Vitamine sind eng miteinander gekoppelt und praktisch an allen Stoffwechselprozessen als Co-Faktoren beteiligt. Vitamin B wird für die Energieproduktion, den Aufbau von Nervengewebe, Haut, Schleimhaut sowie für die Blutbildung benötigt.

Typische Anwendungsgebiete
  • Eingerissene Mundwinkel (Vitamin B₁₂)
  • Energielosigkeit und Müdigkeit
  • Haarausfall (Biotin = Vitamin H) 
  • Hohe Anforderungen im Beruf und Alltag, vor allem in Stresssituationen
  • Nervenschwäche

Vitamin C

Vitamin C schützt den Körper vor Infekten insbesondere bei Stresssituationen und extremen klimatischen Bedingungen. Zudem wird durch eine zusätzliche Vitamin-C-Einnahme die Aufnahme von Eisen sowohl aus Präparaten als auch Lebensmitteln erhöht.

Typische Anwendungsgebiete
  • Als Radikalfänger zum Schutz vor Hautalterung
  • Schwaches Immunsystem
  • Schwermetallausscheidung
  • Wundheilungsstörungen
  • Zahnfleischbluten / Parodontose
  • Zur Unterstützung der Kollagenbildung (elastisches Bindegewebe) in Haut, Blutgefässen und Knochen und bei der Wundheilung

Vitamin D₃

Vitamin D unterstützt die Aktivierung und Reaktion der weissen Blutkörperchen bei Infektionen. Vitamin-D-Mangel scheint das Risiko für Atemwegsinfekte zu erhöhen. Vitamin D ist ansonsten besonders für die knochenstärkende Wirkung bekannt, da es die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und die Einlagerung in die Knochen fördert.

Typische Anwendungsgebiete
  • Im Wachstum zur Stärkung der Knochen (ab Geburt)
  • Im Alter zur Vorbeugung von Osteoporose
  • Immunsystemstärkung
  • Multiple Sklerose
  • Entzündungen, Schmerzen; Studien zeigten, dass Personen, welche unter Rückenschmerzen leiden, oft auch Vitamin-D-Mangel haben.

Vitamin E

Vitamin E – ein Antioxidans der Spitzenklasse. Ein Antioxidans hat die Aufgabe, freie Radikale auszuschalten und auf diese Weise den Körper zu schützen. Freie Radikale greifen unsere Zellwände an, und dadurch kommt es zu Alterserscheinungen und Krankheiten.

Typische Anwendungsgebiete
  • Arteriosklerose
  • Erhöhte Cholesterinwerte
  • Entzündungsprozessen (Arthritis, Gicht)
  • Hauterkrankungen, Hautpflege


Als fettlösliches Vitamin sollte es mit der Nahrung eingenommen werden.

Calcium

Kein anderer Mineralstoff kommt im menschlichen Körper in so grossen Mengen vor wie Calcium. 1000 bis 1500 Gramm trägt ein Erwachsener in sich, wobei 99 Prozent des Mineralstoffes in den Knochen und Zähnen stecken. Calcium stärkt jedoch nicht nur das Skelett, sondern spielt auch eine wichtige Rolle bei der Muskeltätigkeit.
Typische Anwendungsgebiete
  • Allergien
  • Multiple Sklerose
  • Muskelkrämpfe im aktiven Zustand
  • Osteoporose
  • Schwangerschaft
  • Wachstumsphase (Knochen und Zähne)

Eisen

Eisen ist das zentrale Spurenelement für die Blutbildung und zuständig für den Sauerstofftransport im roten Blutfarbstoff (Hämoglobin). Hämoglobin wiederum ist wichtig für einen optimalen Energiestoffwechsel.
Typische Anwendungsgebiete
  • Blutmangel
  • Kompensation von Eisenverlust durch Menstruation und Operationen
  • Müdigkeit und Konzentrationsschwäche
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Sportler
  • Vegetarier und Veganer


Vitamin C kann die Eisenaufnahme optimieren wobei Koffein die Eisenaufnahme behindert.

Magnesium

Ebenfalls ein hoher Anteil, nämlich 60 % des Magnesiums in unserem Körper, befindet sich in den Knochen. Überall wo Calcium zu finden ist, findet man auch Magnesium. Magnesium hat eine entspannende Wirkung auf die gesamte Muskulatur (Beine, Arme, Gebärmutter usw.). Der Energiestoffwechsel wird durch Magnesium verbessert.
Typische Anwendungsgebiete
  • Aufbau von Knochen und Zähnen
  • Migräne
  • Muskelkrämpfe (bei Entspannung)
  • Osteoporose
  • Schwangerschaft
  • Verspannung

Zink

Zink ist an Dutzenden von Stoffwechselprozessen und an der Regulierung des Immunsystems beteiligt. In der richtigen Dosierung wirkt Zink antiviral und hat eine schleimhautabschwellende Wirkung.
Typische Anwendungsgebiete
  • Brüchige Nägel
  • Diabetes mellitus
  • Fieberblasen
  • Haarausfall
  • Hautverletzungen zur Beschleunigung des Heilungsprozesses
  • Stärkung des Immunsystems
  • Verbrennungen
  • Vor und nach Operationen
  • Weisse Flecken auf den Fingernägeln

Aminosäuren

Einige Aminosäuren sind essenziell, können also wie Vitamine vom Körper nicht hergestellt, sondern müssen über die Ernährung zugeführt werden. Aminosäuren dienen als Energiequelle der Immunzellen, sorgen für einen gesunden Zellaufbau und gute Zellfunktion.
Typische Anwendungsgebiete
  • Aufbau nach Operationen
  • Immunsystemschwäche
  • Konzentrationsmangel
  • Lernphasen
  • Regeneration nach dem Sport
  • Stress


Aminosäuren haben den Vorteil, dass eine schnelle Wirkung sichtlich spürbar ist.