Topwell-Apotheken AG

Wissenswertes rund um das Thema «Osteoporose»

Kräftig husten – und Ihre Rippe bricht. Ein Sturz – der Oberschenkelknochen ist entzwei. Das ist Osteoporose.

Knochenfreundlich leben

Unbemerkt werden die Knochen immer schwächer. So schwach, dass schon alltägliche Belastungen zu Knochenbrüchen führen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Osteoporose.

Doch: Osteoporose ist nicht einfach Schicksal. Mit einem knochenfreundlichen Lebensstil beugen Sie vor. Dank kompetenter Information und Beratung reagieren Sie rechtzeitig auf erste Anzeichen von Knochenschwund. Wir unterstützen Sie dabei. Mit diesem Ratgeber und jeden Tag mit fachkompetenter Beratung und Betreuung in unserer Topwell-Apotheke.

Topwell-Produktempfehlung



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Wie entwickeln sich meine Knochen?

Gut 200 verschiedene Knochen bilden das Gerüst unseres Körpers. Knochen ist aber nicht tot. Vor allem im Knocheninnern wird ständig neues Material auf- und altes abgebaut. Wenn Auf- und Abbau sich die Waage halten, entsteht im Knochen ein dichtes Netzwerk kleiner Knochenbälkchen: filigrane Verstrebungen, die als Geflecht höchste Stabilität und gleichzeitig Flexibilität garantieren.

Im Alter von etwa 35 Jahren ist dieses Netzwerk am stabilsten. Wie widerstandfähig es ist, hängt unter anderem davon ab, wie knochenfreundlich in der Kindheit und Jugend gelebt wurde. Ungefähr ab 40 werden die Knochen natürlicherweise bei Frauen und Männern schwächer. Kommen weitere knochenschwächende Faktoren dazu, entsteht Osteoporose.

«Knochen werden in der Jugend stark gemacht»

Was macht meine Knochen stark?

Kalzium ist ein Mineralstoff, der für den ganzen Organismus wichtig ist.

Das Skelett und die Zähne eines Erwachsenen enthalten 99 % des im Körper vorhandenen Kalziums – immerhin rund 1 bis 1,5 Kilogramm. Kalzium wird aber auch für andere lebensnotwendige Abläufe im Organismus benötigt. Fehlt nun Kalzium im Blut, werden diejenigen Zellen aktiviert, die für den Abbau des Knochens zuständig sind. Die Knochenbälkchen werden spröde und brüchig.

Täglicher Kalziumbedarf
1000 bis 1500 mg Kalzium

Für die Aufnahme von Kalzium ist Vitamin D3 wichtig.

Gesunde Knochenverbindungen

«Kalzium und Vitamin D3 machen Knochen stark»

Was schwächt meine Knochen?

Ungefähr ab dem 40. Lebensjahr wird die Knochenmasse stärker ab- als aufgebaut. Pro Jahr wird die Knochenmasse um rund ein 1 % verringert. Dies ist ein langsamer, natürlicher Prozess, der verstärkt werden kann durch:

  • Veranlagung zu Knochenschwund
  • Bei Frauen: Absinken des Östrogenspiegels nach den Wechseljahren; weniger Kalzium wird in die Knochen eingelagert
  • Bei Männern: Absinken des Testosteronspiegels, Knochenmasse wird geschwächt
  • Esstörungen und/oder ein zarter Körperbau und Untergewicht (Body-Mass-Index 18 oder darunter)
  • übermässiger Konsum von Alkohol und Nikotin
  • gewisse Medikamente wie Kortison, Medikamente gegen Depressionen, Epilepsie usw.
  • Kalzium- und Vitamin-D3-Mangel
  • Fehlende Bewegung

Geschwächte Knochenverbindungen

«Knochengesund leben: Sie haben es in der Hand!»

Wie merke ich, wie stark meine Knochen sind?

Osteoporose schreitet unbemerkt voran – doch es gibt Anzeichen:

  • «Schrumpfen» im Alter: Verlust von 3 cm Körperlänge oder mehr
  • dauernde Rückenschmerzen
  • vorgewölbter Bauch ohne Übergewicht
  • veränderte Körperhaltung, «Buckel»


Wenn Schmerzen auftreten, ist es meist schon zu Knochenbrüchen gekommen – ein Zeichen, dass der Knochen geschwächt ist. Wichtig ist, Knochenschwund vorzubeugen und frühzeitig zu erkennen.

«Osteoporose verläuft schleichend»

Wer ist besonders gefährdet?

Osteoporose ist nicht selten: Jede dritte Frau und jeder siebte Mann erleiden Knochenbrüche, die mit Osteoporose zusammenhängen. Liegen einer oder mehrere der folgenden Risikofaktoren bei Ihnen vor?

  • Abnahme der Körpergrösse > als 3 cm 
  • bereits erlittener Knochenbruch
  • Schenkelhalsbruch bei einem Elternteil
  • plötzliche Rückenschmerzen
  • zunehmender Buckel
  • hoher Nikotinkonsum/Alkoholkonsum
  • schlanker Körperbau (BMI ≤ 20)


Dann empfiehlt die Schweizerische Vereinigung gegen Osteoporose SVGO weitere Abklärungen, wie zum Beispiel die Knochendichtemessung.

«Jede dritte Frau und jeder siebte Mann»

Wie verläuft die Krankheit?

Osteoporose tut nicht weh!
Der vermehrte Knochenabbau ist völlig schmerzlos. Schmerzhaft sind erst die Knochenbrüche.

Man unterscheidet:

  • Primäre Osteoporose: bei Frauen nach den Wechseljahren
  • Sekundäre Osteoporose: durch andere Krankheit oder deren (medikamentöse) Therapie verursacht


Typische «Osteoporose»-Frakturen sind zum Beispiel Brüche des Oberschenkelhalses oder der Wirbelkörper im Rückgrat. Auch andere Knochen können scheinbar ohne Anlass brechen. Die Knochenbrüche führen zu Spitalaufenthalten, bei älteren Menschen häufig zum Verlust der Selbstständigkeit, zu Pflegebedürftigkeit oder gar zum Tod. Osteoporosepatienten leiden oft unter Schmerzen, die ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen.

«Osteoporose verursacht persönliches Leid und hohe Gesundheitskosten»

Wie teste ich mein persönliches Osteoporose-Risiko?

Wie hoch Ihr persönliches Osteoporoserisiko ist, können Sie mit diesem Risikotest etwas genauer abschätzen. Der Test gibt lediglich erste wertvolle Hinweise und ist die ideale Grundlage für eine Beratung in Ihrer Topwell-Apotheke. Er kann jedoch eine Untersuchung beim Arzt nicht ersetzen.

Kennen Sie in ihrer Verwandtschaft Personen mit Osteoporose, Rundrücken oder Knochenbrüchen als Folge eines leichten Schlages oder Sturzes?

Nahmen oder nehmen Sie länger als 3 Monate Kortisonpräparate ein?

Ist oder war Ihre körperliche Aktivität stark vermindert (z. B. wegen langer Bettlägerigkeit, körperlicher Behinderung)?

Sind Sie mehr als drei Zentimeter kleiner geworden?

Trinken Sie regelmässig grössere Mengen Alkohol oder rauchen Sie täglich mehr als 20 Zigaretten?

Leiden oder litten Sie an Magersucht oder Bulimie oder sind Sie untergewichtig, bzw. ist Ihr BMI kleiner als 20?

Leiden oder litten Sie oft an Durchfall oder an einer chronisch-entzündlichen Erkrankung (z. B. rheumatoide Arthritis, Zöliakie (Sprue) oder Morbus Crohn)?

Leiden oder litten Sie an akut aufgetretenen anhaltend starken Rückenschmerzen?

Stehen Milch und Milchprodukte selten auf Ihrem Speiseplan?

Essen Sie weniger als zweimal wöchentlich Meerfisch (z.B. Makrele, Hering, Lachs) und/oder tanken Sie weniger als ein bis zweimal wöchentlich Sonnenlicht im Freien?

Wenn Sie mindestens eine Frage mit «Ja» beantwortet haben, bedeutet das noch nicht, dass Sie tatsächlich an Osteoporose leiden. Aber schon bei einem Ja sind Sie osteoporosegefährdet.

Bringen Sie den ausgefüllten Test in Ihre Topwell-Apotheke. Wir beraten Sie zu den nächsten Schritten. Oder besprechen Sie die mit Ja beantworteten Punkte mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

«Quelle: www.osteoswiss.ch – das Schweizer Osteoporoseportal»

Wie unterstützt mich meine Topwell-Apotheke?

Eine Knochendichtemessung direkt in Ihrer Topwell-Apotheke ergänzt den Risikotest. Sie

  • dauert drei bis fünf Minuten; dazu wird ein Fragebogen zur Kalziumaufnahme mit der Ernährung ausgefüllt (ca. 25 Minuten)
  • ist unkompliziert: das Messgerät umfängt den Knöchel; lockere Bekleidung vorteilhaft (keine Strumpfhosen)
  • ist schmerzlos: Die Dichte der Knochen wird mit Ultraschall erfasst.
  • gibt Aufschluss über Ihre Osteoporosetendenz: Sind Ihre Werte nicht im Normalbereich, empfiehlt Ihnen das Topwell-Fachpersonal einen Arztbesuch. Die Knochendichtemessung in der Apotheke ist keine ärztliche Diagnose. Beim Arzt stehen weitere Messverfahren sowie Laboruntersuchungen zur Verfügung.


«Messen Sie Ihre Knochendichte in der Topwell-Apotheke»

Wie vorbeugen?

Dank dem Risikotest und einer Knochendichtemessung in Ihrer Topwell-Apotheke können Sie Ihr Osteoporoserisiko einordnen.

Mit den detaillierten Präventionstipps zu einer knochenfreundlichen Ernährung und Bewegung im Anschluss an die Messung können Sie zudem selbst etwas gegen Osteoporose tun.

Knochenfreundlich leben, heisst:

  • Verhindern, dass es überhaupt zu Osteoporose kommt
  • Bei einer bestehenden Osteoporose (weitere) Knochenbrüche vermeiden


Weil meist Frauen nach den Wechseljahren an Osteoporose erkranken, empfiehlt es sich, vor den Wechseljahren eine Messung durchzuführen und spätestens ab diesem Zeitpunkt gezielt knochenfreundlich zu leben. Eine Messung nach den Wechseljahren zeigt den Verlauf.

«Für starke Knochen selbst aktiv werden»

Wie mich knochenfreundlich ernähren?

  • Den täglichen Bedarf von 1000 bis 1500 mg Kalzium auf mindestens drei Portionen verteilen. Zum Beispiel: ein grosses Glas Milch, einen Becher Joghurt und ein Stück Käse. Mineralwasser ist ebenfalls ein guter Kalziumlieferant.
  • Genügend Eiweiss (Fleisch, Fisch, Tofu, Quark usw.) stärkt die Muskeln und stützt das Skelett: mindestens 1g pro Kilogramm Körpergewicht.
  • Nicht rauchen, Alkoholkonsum einschränken
  • Vitamin D3 fördert die Aufnahme von Kalzium. Empfohlen: 800 Internationale Einheiten Vitamin D3 als Begleittherapie bei Osteoporose. Vitamin-D3-Präparate sind in Ihrer Topwell- Apotheke erhältlich.
  • Der Körper kann selbst Vitamin D3 produzieren, wenn Gesicht, Hände und Unterarme dreimal wöchentlich 10 Minuten ohne Anwendung eines Sonnenschutzes gesonnt werden.
  • Fette Meeresfische wie Lachs, Makrele usw. sind Vitamin-D3- Lieferanten.


«Dreimal täglich Milchprodukte – Vitamin D3 nicht vergessen»

Wie mich knochenfreundlich bewegen?

Der Körper arbeitet haushälterisch: Was nicht ständig in Gebrauch ist, wird abgebaut. Stärken Sie Ihre Knochen und Ihre Muskeln mit:

  • Regelmässiger Bewegung: Bereits drei zügige Spaziergänge à 20 Minuten pro Woche wirken kräftigend. Auch Sportarten wie Walken oder Joggen eignen sich, weil dabei das ganze Körpergewicht das Skelett belastet und somit stärkt.
  • Bauch- und Rückenmuskulaturtraining: Übungen für den Rumpf stärken die Muskulatur rund um die osteoporosegefährdete Wirbelsäule.
  • Gleichgewichtstraining, um gefährliche Stürze zu verhindern. Tanzen schult ebenfalls die Balance.


Wichtig: Wer bereits geschädigte Knochen und/oder Brüche erlitten hat, sollte das Bewegungstraining mit einer Fachperson absprechen.

«Drei Spaziergänge pro Woche stärken Knochen und Muskeln»

Wie unterstützt mich meine Topwell-Apotheke?

Bei der Osteoporosebehandlung werden meist Medikamente verschrieben, die den Aufbau von Knochenmaterial fördern oder den Abbau hemmen.

Die zurzeit häufig verschriebenen rezeptpflichtigen Medikamente müssen gemäss Anleitung und über längere Zeit eingenommen werden. Zusätzlich eingenommene Kalzium- und Vitamin-D3-Supplemente verbessern die Wirksamkeit.

«Leben mit Osteoporose – Unterstützung in Ihrer Topwell-Apotheke»