Medbase Apotheken AG

Wissenswertes rund um das Thema «Klartext zur Pubertät - von und für Jugendliche»

Hier findest Du eine Menge Informationen zu einem Top-Thema, das ganz direkt mit Dir zu tun hat. Es geht um die Zeit, die PUBERTÄT genannt wird.

Darüber reden tut gut

Es tut gut, mit jemandem über Probleme zu sprechen und Fragen zu stellen. Mit einer echten Freundin oder einem wirklich guten Kumpel, einer Lehrerin oder einem Lehrer, mit den Eltern oder einer Fachperson. Weisst Du, dass Du Dich auch an uns Apothekerinnen oder -Apotheker wenden kannst? Wir sind Fachleute mit Lebensund Berufserfahrung. Die Pickel-Zone auf Deinem Gesicht, Menstruationsbeschwerden, Verhütung, die Pille danach oder ein anderes Pubertäts-Problem? Wir sind Deine Ansprechpartner, sag einfach, dass Du eine Beratung möchtest. Das Gespräch findet nicht an der Verkaufstheke, sondern in einem separaten Raum statt, Diskretion ist Ehrensache. Wir Apothekerinnen und -Apotheker sind für Dich da.

Produktempfehlung



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Folgende unserer Topwell Apotheken bieten Verhütungsberatungen an:


Region Basel
• Topwell Apotheke am Lindenplatz | 4123 Allschwil
• Topwell Apotheke Birseck | 4144 Arlesheim
• Topwell Apotheke Kreuz | 4056 Basel
• Topwell Apotheke Stedtli Laufen | 4242 Laufen BL
• Topwell Apotheke Vogesen | 4056 Basel
• Topwell Apotheke Volta | 4056 Basel

Region Bern
• Topwell Apotheke Madretsch | 2503 Biel/Bienne
• Topwell Apotheke Dorf Meiringen | 3860 Meiringen

Region Mittelland
• Topwell Apotheke Bahnhof Solothurn | 4500 Solothurn
• Topwell Apotheke Grenchen | 2540 Grenchen
• Topwell Apotheke Pfister | 8910 Affoltern a. Albis
• Topwell Apotheke Telli | 5000 Aarau
• Topwell Apotheke Zuchwil | 4528 Zuchwil

Region Zürcher Oberland
• Topwell Apotheke Dr. Russenberger | 8330 Pfäffikon ZH
• Topwell Apotheke Jona | 8645 Jona

Region Ostschweiz
• Topwell Apotheke Dr. Kreyenbühl | 9326 Horn
• Topwell Apotheke Kronbühl | 9300 Wittenbach SG
• Topwell Apotheke Laurentius | 9494 FL-Schaan
• Topwell Apotheke St. Fiden | 9006 St. Gallen
• Topwell Apotheke Weiss | 9500 Wil




Region Winterthur
• Topwell Apotheke Altstadt | 8400 Winterthur
• Topwell Apotheke Oberi | 8404 Winterthur
• Topwell Apotheke Zentrum Töss | 8406 Winterthur


Region Zentralschweiz
• Topwell Apotheke Engel | 8840 Einsiedeln


Stadt Zürich
• Topwell Apotheke Bahnhof Enge | 8002 Zürich
• Topwell Apotheke Berninaplatz | 8057 Zürich
• Topwell Apotheke Helvetiaplatz | 8004 Zürich
• Topwell Apotheke Industrie | 8005 Zürich
• Topwell Apotheke Kreis 11 | 8050 Zürich
• Topwell Apotheke Kreis 12 | 8051 Zürich
• Topwell Apotheke Naturewell | 8001 Zürich
• Topwell Apotheke Rosen | 8001 Zürich
• Topwell Apotheke Rotbuch | 8037 Zürich
• Topwell Apotheke Zehntenhaus | 8046 Zürich
• Topwell Apotheke Zürich Nord | 8046 Zürich
• Topwell Apotheke Zweier | 8003 Zürich


Region Zürich
• Topwell Apotheke Bahnhof Wallisellen | 8304 Wallisellen
• Topwell Apotheke City | 8600 Dübendorf
• Topwell Apotheke Glattal | 8152 Glattbrugg
• Topwell Apotheke Niklaus | 8052 Zürich


Alles gegen Pickel-Frust

Pickel/Bibeli und die schwärzlichen Mitesser-Pünktchen kommen nicht ausschliesslich während der Pubertät vor, sind aber nicht selten deren «Markenzeichen». Meistens ist das Gesicht betroffen, Pickel können sich aber auch auf den Achseln, am Po oder sonst wo ansiedeln. Woher kommen diese Pickel, die aus dem Gesicht ein Kraterface machen? Während der Pubertät müssen die Hormone – die von speziellen Zellen produzierten lebenswichtigen chemischen Botenstoffe – in Deinem Körper erst mal ihr richtiges Gleichgewicht finden. Während dieses «Hormon-Orientierungslaufes» kann es vorkommen, dass die Talgdrüsen Deiner Haut zu viel Talg produzieren. Weil unsere Haut nicht einfach eine Wasser abstossende Tapete, sondern lebendig und unser grösstes Organ ist, reagieren die Hautporen, wenn sie von Talg und winzigsten Teilchen von abgestorbenen Hautzellen verstopft werden. Es entstehen entzündete Knötchen, die sich manchmal unappetitlich mit Eiter füllen: Die Hauterkrankung wird Akne genannt.

Nicht leiden, sondern handeln

Regel 1:
Nicht verzweifelt und heftig und womöglich mit ungewaschenen Fingern an den Pusteln herumdrücken – und wenn das noch so reizt. So kann sich nämlich eine Infektion ausbreiten, und durch die Auspresserei können sich Narben einkerben. Frag in Deiner Medbase Apotheke (ehemals Topwell) nach einer Pickelpresse. Klingt gefährlich, ist aber einfach in der Anwendung und eindeutig hygienischer als eine Operation mit den Fingernägeln.

Regel 2:
Schäm Dich nicht, sondern nimm Beratung in Anspruch. In der Medbase Apotheke (ehemals Topwell) oder dann beim Hautarzt, wenn sich die Sache trotz aller Sorgfalt und Pflege nicht bessert.


Dein Gesicht ist einmalig
Selbst wenn Du ein Zwilling sein solltest: Dein Gesicht und Dein Hautkostüm sind einmalig. Was bedeutet, dass Du nicht irgendetwas auf Deine Haut pflastern, sondern in der Beratung genau die Pflegeprodukte auswählen solltest, die zu Deinem Hautbild passen.


Der Fünf-Punkte-Plan

Reinigen.
Insbesondere fettige, picklige Haut mag es, wenn sie am Abend und am Morgen regelmässig mit einem Waschgel oder einer pickelabwehrenden Lotion gereinigt wird. Und falls Du Dich schminkst: Nie mit ungereinigtem Gesicht zu Bett gehen!

Anregen.
Ein Peeling entfernt Hautschüppchen, öffnet die Poren und macht die Haut klar: Nach dem geeigneten Produkt fragen, die Paste auf die gereinigte Haut geben, einwirken lassen, mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Pflegen.
Problemspots mit einem speziellen Pickelstift behandeln. Eine Akne-Creme auftragen, deren Wirkstoffe heilen und pflegen.

Kosmetisch verbessern.
Pickel und Hautrötungen treten optisch zurück, wenn sie mit einem Abdeckstift behandelt werden – passt auch für den jungen Mann. Bist Du schon im höheren Teenie-Alter? Dann ist vielleicht eine getönte, für unreine Haut geeignete Tagescreme eine gute Lösung.

Pluspunkte sammeln.
Gepflegte Haare, eine gute Frise, hübscher Lipgloss – da gibt es vieles, was von einer «Streuselkuchen»- Zone im Gesicht ablenkt, und zu einem selbstbewussten Auftreten verhilft.

Selbstsicherheit

Fall nicht auf Fake rein!
Top-Model-Shows, Instagram-Darbietungen, Fotostrecken in Magazinen und was Dir sonst noch so vor Augen kommt: Ob weibliches oder männliches Wesen – Du bist umzingelt von lauter perfekten Menschen. Von Bildern, die attraktive Frauen mit superguten Körperkurven und Männer mit knackigem Hintern und Sixpack-Figur zeigen. Und dann schaut man sich im Spiegel an. Diese zu schmalen Lippen, diese zu wenig langen Beine, diese doofen Pausbäckchen, dieser Hängehintern, diese Hühnerbrust – und überhaupt: Alles passt nicht. Jetzt müsste jemand, den Du respektierst, vorbeikommen und zu Dir sagen: «Du bist toll, so wie Du bist. Und ich bin froh, dass es Dich gibt.» Aber wenn man mal jemanden braucht … Zwei Methoden sind sofort verfügbar.

Check den Fake
TV- und Film-Maskenbildner können ein Haushuhn zwar nicht in einen Schwan, aber einen durchschnittlich netten Vogel in einen umwerfend prachtvollen Wundervogel verzaubern. Du bekommst nur ganz selten ein Vorher-Nachher-Bild, sondern meist nur das Resultat der hohen Kunst des Schminkens, der Beleuchtung und der Fotografie zu sehen. Instagram kann aus strammen Beinen mit Sennen-Waden sexy Endlos-Beine machen, Photoshop glättet jedes Fältchen und jedes Speckröllchen weg und ändert noch Kleidergrösse 38 in Size 0. Sieht alles gut aus, ist aber nicht real. Wenn Du Dich ständig mit gefakten Vorbildern vergleichst, bist Du auf einer falschen Tour, die nirgendwo hinführt. Also lass es.

Check Deine Möglichkeiten
Mach doch einmal ein Rollenspiel mit Dir selbst. Nimm an, Du wärst Deine Freundin oder Dein Freund. Und die sollen Dir nun sagen, was sie an Dir gut finden, äusserlich gesehen. Freundliches Lächeln, gute Zähne, schöne Hände, schmale Taille, markantes Gesicht, gut geformte Ohren, aparte Augenfarbe, sexy Stimme usw.: Vertrau dieser Freundin, diesem Freund. An Dir ist viel dran, was gut aussieht und gut ankommt. Du bist Du, und das ist gut so. Denk also nicht über irgendwelche Hungerkuren – die Deine Gesundheit ruinieren – oder über kosmetische Korrekturen nach. Was nicht heisst, dass Du nicht je nach Situation mit einer sinnvollen Ernährungsumstellung, guter Haut- und Körperpflege, mehr Bewegung und Sport noch mehr aus Deinem Typ machen kannst. Alles in echt und ohne Fake.

Menstruation

Frauenthema Menstruation
Deine Oma sagte vermutlich noch ganz gehemmt, sie habe «Besuch bekommen». Ob Du von Periode, Mens, Regel oder von «Tagen» redest: Auf jeden Fall weisst Du, dass dieser Ausfluss von Blut nichts Beschämendes ist, sondern im Gegenteil zu Deinem Frausein gehört, und dass Deine erste Menstruation ein für Dich wichtiges Ereignis darstellt. Du weisst, was da geschieht: Wenn keine Befruchtung stattgefunden hat und sich also kein Ei in der Gebärmutter eingenistet hat, wird die ungenutzte Gebärmutterschleimhaut durch die Scheide ausgestossen. Falls Du 13, 14 Jahre oder schon etwas älter bist und bei Dir noch kein Monatszyklus eingesetzt hat, bist Du auf keinen Fall anders. Jeder weibliche Körper reagiert eben verschieden, auch die Dauer der Menstruation kann unterschiedlich sein. Falls Du aber denkst, nun wäre es wirklich an der Zeit, dass es bei Dir «losgehe», empfiehlt sich eine Abklärung bei einer Frauenärztin oder Frauenarzt. Kann es sein, dass es Dich beunruhigt, dass manchmal weisslicher Schleim aus Deiner Scheide kommt? Dieser «Weissfluss» zeigt an, dass in Deinem Körper Hormone tätig sind und den weiblichen Zyklus bei Dir vorbereiten.

Verschiedene «Schutzmethoden»
Wenn das Blut aus der Scheide zu fliessen beginnt, muss es ja aufgefangen werden. Stell Dir mal vor, Du lebtest in einer total abgeschiedenen Gegend der Welt und müsstest Dich während der Periode entweder ins Gebüsch zurückziehen oder den Blutfluss mit getrocknetem Gras oder sonst einem Hilfsmittel auffangen. Aber Du bist komfortabel dran und kannst ausprobieren, ob Dir eine mit einem Klebestreifen im Slip haftende Binde behagt oder ob Du einen Tampon bevorzugst. Binden gibt es in verschiedenen Ausführungen und in unterschiedlicher Dichte, sodass Du diese Schutzmethode Deinen «Purpurtagen» und ihrem anfangs stärkeren und dann allmählich abnehmenden Blutfluss anpassen kannst. Tampons haben ebenfalls unterschiedliche Grössen, aus denen man eine Wahl treffen kann. Eine Grundregel: Wenn der Tampon alle vier Stunden gewechselt werden muss, weil er sich vollgesogen hat, dann hast Du ein zu kleines Modell gewählt. So oder so kann Dich ein vertrauliches Beratungsgespräch in der Medbase Apotheke (ehemals Topwell) vor Fehlkäufen und schlechten Erfahrungen bewahren. Aber wie bekommt man solch ein Tampon-«Pfropfen» in die Scheide? Es lohnt sich, sorgfältig die Gebrauchsanweisung zu lesen. Und auch hier macht Übung die Meisterin. Du wirst bald die für Dich passende Stellung finden, die Dir ein bequemes Einführen des Tampons ermöglicht – vielleicht im Stehen, mit leicht gebeugten Knien, mit Schubrichtung schräg nach oben? Und keine Angst: Beim Einführen des Tampons wird das berühmte Jungfernhäutchen nicht verletzt. Vielleicht hast Du schon von der Menstruations- oder Mondtasse gehört. Es handelt sich um ein kleines, sehr biegsames Gefäss aus Silikon, das in die Scheide eingeführt wird und das Blut auffängt. Falls Dich diese Methode interessiert, frag in der Medbase Apotheke (ehemals Topwell) nach.

Die Periode ist keine Schonzeit
Sollte die Muskulatur der Gebärmutter Schmerzen auslösen oder hast Du sonstige Beschwerden: Nicht stumm leiden, sondern handeln! Manchmal helfen schon Gaben von Magnesium oder ein Tee – Du weisst, man darf sich beraten lassen. Falls die Schmerzen zu heftig sind und Du Dich vor der nächsten Periode ängstlich verkrampfst, suchst Du eine Frauenärztin oder Frauenarzt auf. Und, Achtung, noch etwas Wichtiges: Greif bei Mens-Schmerzen oder anderen Beschwerden auf gar keinen Fall zu einem Medikament, das Deine Mutter verwendet. Was bei ihr gut wirkt, ist möglicherweise für Dich schädlich. Die Beschwerden mögen zwar gleich oder ähnlich sein, aber Dein junger Organismus braucht etwas anderes als der einer reifen Frau. Grundsätzlich ist die Periode keine Schonzeit, Du kannst Sport treiben. Sie ist auch dann kein Hindernis, wenn Du und Dein Partner Lust auf Sex habt – allerdings musst Du daran denken, rechtzeitig den Tampon aus der Scheide zu ziehen. Manche jungen Frauen wollen aber während der Menstruation ganz gerne bei sich sein und ihren «Tagen» einen eigenen Rhythmus geben. Horch auf Dein Bauchgefühl.

Hygiene, untere Region

Es soll ja weibliche und vor allem auch männliche Wesen geben, die keinen Riecher dafür haben, wenn ihr Deo versagt oder wenn sie müffeln. Andererseits meinen manche Mädchen, sie müssten ihre Geschlechtsorgane täglich und sozusagen porentief reinigen. Was unnötig ist, denn die inneren Schamlippen, der Scheidenvorhof und die Scheide verfügen über einen Selbstschutz, der auch der Reinigung dient. Waschungen mit Seife oder Duschgel oder irgendwelche Scheidenspülungen sind nicht nur überflüssig, sondern können auch die Schutzmechanismen stören oder verändern. Intimpflege muss also im Schongang vorgenommen werden. Wasser und einige sanfte Handgriffe genügen. Erlaubt ist auch eine Intimwaschlotion, die den empfindlichen Hautpartien guttut und den schützenden Säuremantel nicht zerstört. Empfänglich ist die Schamlippen-Region für behutsame Massagen mit einem guten Körperöl, zum Beispiel einem Mandelöl-Produkt. Falls Du beim Sex manchmal Probleme mit einer zu trockenen Scheide hast: Ein Scheidengel kann hilfreich sein – allerdings müssen das Gel oder die Salbe frei sein von Konservierungsstoffen oder aggressiv wirkenden Zusatzstoffen.
Lach jetzt nicht – es ist Tatsache, dass bei der Hygiene im Intimbereich auch Kleider eine Rolle spielen. Manchmal lösen die ständige Reibung einer Hosennaht oder ein Slip aus synthetischem Material Rötungen, Entzündungen oder Juckreiz aus. In der Po-Ebene kann übrigens je nachdem ein G-String zu lästigen Irritationen am After führen. Hygiene hat auf der ganzen Linie mit Sorgfalt zu tun. Auf irgendeine Hautveränderung in Deinem Gesicht reagierst Du mit Sicherheit sofort. Deine Intimzone verdient noch sehr viel grössere Aufmerksamkeit. Gehe es nun um eine Entzündung, um Schmierblutungen zwischen zwei Perioden, um eitrigen Ausfluss, um Schmerzen beim Sex, um Brennen beim Wasserlösen, um Bläschen an den Geschlechtsorganen oder andere Beschwerden im Intimbereich: Sei clever, lass die Sache nicht schleifen und lass es auch nicht zu, dass Dein Freund sich um eine ärztliche Untersuchung drückt. Handle rasch, es geht um Deine Gesundheit – um die von heute und die in späteren Lebensjahren.

Sexualität

Beim Sex lernt man nie aus
Du bist noch jung und lernst allmählich den Kosmos Sex kennen, Schritt für Schritt. Was meinst Du, wie fühlst und empfindest Du wohl in fünf oder zehn Jahren – oder noch viel später? Das kannst Du jetzt nicht wissen, aber eins ist sicher: Sex ist ein Gebiet, bei dem man nie ausgelernt hat und bei dem man manchmal von sich selbst überrascht ist. Bilder von Sexszenen begegnen uns überall, über Sexstellungen oder Sexspiele kann man sich im Internet informieren, pornoähnliche Szenen sind selbst im TV so selbstverständlich wie Popcorn im Kino. Aber das ist eine künstliche Welt, die mit der Realität kaum etwas zu tun hat. Wenn Du beim Sex noch den Lernfahrausweis hast, darfst Du Dich nicht von den Sexplakaten am Strassenrand ablenken oder beeinflussen lassen. Du allein musst fahrtüchtig werden und Vorschriften so beachten, dass Du keinen Unfall baust. Wer ein Auto oder ein Motorrad fährt, muss über ein paar technische Dinge Bescheid wissen. Wahrscheinlich weisst Du, wie die äusseren primären Geschlechtsmerkmale bei der Frau und beim Mann genannt werden und wie sie aussehen. Im Allgemeinen ist ein junger Mann mit seinem Penis und seinen Hoden/«Eiern» besser vertraut als ein Mädchen mit seinen äusseren und inneren Schamlippen, seiner Scheide und der Klitoris/dem «Kitzler». Ein Handspiegel, in der richtigen Höhe zwischen die geöffneten Beine gehalten, kann mit dieser speziellen Landschaft besser bekannt machen. Auch eine «Fingerübung» ist insbesondere dann hilfreich, wenn erstmals ein sexueller Kontakt ansteht.

Top-Tipp 1: Lass Dich nicht zum Sex oder zu irgendwelchen Sexübungen überreden, wenn Du dazu nicht oder noch nicht bereit bist. Falls Dein entschiedenes «Nein!» blöd oder unanständig kommentiert wird – das hast Du nicht nötig, geh einfach weg.

Top-Tipp 2: Vertrau keinem, der mit seinen Sexerfahrungen prahlt.

Top-Tipp 3: Sei nicht enttäuscht, wenn das erste Mal kein überwältigendes Wow-Erlebnis war. Beim Sex lernt man wie gesagt nie aus. Welche Berührungen wirken auf Dich erregend? Was gefällt Deinem Partner/Deiner Partnerin besonders gut? Mit jedem Mal lernt man sich gegenseitig besser kennen.

Verhütung

V wie Verhütung und …
… V wie Verantwortung. Ob Mädchen oder Junge: Beide müssen beim Sex Verantwortung übernehmen und über Verhütungsmethoden sprechen. Die bekannteste Methode ist wohl das Kondom, im Dialekt wird gern von «Verhüterli» gesprochen. Das Überstülpen des Kondoms über das erigierte Glied braucht zunächst etwas Übung, kann aber durchaus ein spannender Teil des Liebesspiels sein. Was man wissen muss: Kondome gibt es in unterschiedlicher Qualität und Grössen. Beratung in der Medbase Apotheke (ehemals Topwell) ist eindeutig eine bessere Idee als der Griff nach irgendeinem zweitklassigen Produkt, das auf irgendeinem Regal liegt. Gleich noch eine Randbemerkung für Männer: Nicht nur das Gesicht und andere Körperteile, auch der Penis mit seiner Eichel und die Hoden gehören gewaschen. Beim Waschen kann ein Mann auch feststellen, ob sich etwa Knötchen gebildet haben oder ob etwas entzündet ist – und sich dann gleich Rat holen. Und jetzt zu Dir, Sabrina, Laura, Emma oder wie immer Du auch heisst: Nimm Dir Zeit und nicht gleich die Pille. Such Dir wenn immer möglich fachärztliche Beratung – weil Du es Dir wert bist, um mit einem Werbespot zu sprechen. Die Pille ist nicht die einzige Möglichkeit, es stehen verschiedene Verhütungsmethoden zur Verfügung. Ob Pille, ein Hormonpflaster, ein in Kunststoff verpacktes und direkt unter die Haut eingepasstes Hormonstäbchen, ein NuvaRing aus Kunststoff, der in die Scheide eingeführt wird oder eine Spirale, die von der Frauenärztin in der Gebärmutterhöhle eingepasst wird: Die Auswahl ist gross, die Wahl der passenden Methode jedoch sehr individuell. Sie ist je nachdem abhängig vom Alter einer Frau, von ihrem Körperbau oder auch von bestimmten gesundheitlichen Veranlagungen. Einmal ganz blöd gesagt: Bei der Wahl Deiner Jeans, Deiner Schuhe oder was Dir sonst klamottenmässig
wichtig ist, wendest Du auch Zeit und Sorgfalt auf. Bei der Wahl der für Dich richtigen Verhütungsmethode geht es um weit mehr. Um Deinen Körper, Deine Gesundheit.

Die Pille danach

Die SOS-Pille
Die empfängnisverhütende Pille verschlampt? Kondom gerissen oder verrutscht? Aus lauter Jux und Tollerei aufs Kondom verzichtet? Panne, weil falsche Verhütungsmethode gewählt? Und plötzlich ist sie da, die Angst vor einer unerwünschten Schwangerschaft. Junge Frau: Je schneller Du auf SOS schaltest und Hilfe suchst, desto besser. Bestimmt hast Du schon von der «Pille danach» gehört. Die Inhaltsstoffe dieser Pille unterdrücken die Reifung der Eizelle und verhindern die ungewollte Schwangerschaft, vor der Du Dich fürchtest. Am zuverlässigsten greift die Pille als Notfallmassnahme im Zeitrahmen von 24 Stunden nach der Sex-Panne ins Geschehen ein. 120 Stunden «danach» sollten auf keinen Fall überschritten werden. Die Pille danach bekommst Du rezeptfrei und ohne Altersbegrenzung in der Medbase Apotheke (ehemals Topwell). Voraussetzung ist ein Beratungsgespräch.

Gespräch und Beratung: top
Im Beratungsgespräch können die Fachfrau oder der Fachmann ermitteln, welche Pille für Dich empfehlenswert ist. Wie jedes Medikament kann die Pille neben ihrer Wirkung je nachdem unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen. Wenn Du regelmässig sonst ein Medikament einnehmen musst, kann es zwischen diesem und der Notfall-Pille zu Wechselwirkungen kommen, das muss abgeklärt werden. In der Medbase Apotheke (ehemals Topwell) wird man Dir überdies erklären, wie Du reagieren kannst, falls bei Dir Übelkeit oder Erbrechen auftreten oder Du bei der nächsten Periode unerwartet Probleme hast. Und ebenfalls ganz wichtig: Die Pille danach kann die Wirksamkeit der empfängnisverhütenden Pille, die Du einzunehmen pflegst, beeinflussen. Im Gespräch wird es sich zeigen, ob für Dich bis zum Eintritt der nächsten Monatsblutung eine Kombination Pille + Kondom richtig und ratsam ist. Beim Mannschaftssport hört man nach einer Niederlage manchmal den Spruch «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel». Beim Sex wäre der – abgewandelte – Slogan «Nach der Panne ist vor der Panne» total daneben. Oder anders gesagt: Verhütung ist ein Thema, dass ihr voll ernst nehmen müsst, Du und Dein Partner.

Beziehungsstress

Wenn die Schmetterlinge im Bauch nicht mehr flattern
Eine Schweizer Ärztin berichtet von einer Sexualunterrichtsstunde in Schweden. Es ging um die Unterschiede zwischen Mann und Frau, nicht nur im Körperbau, sondern auch als sexuelle Wesen. «Männer sind wie Kippschalter», meinte die schwedische Sex- Expertin, «sie kommen rasch und löschen auch schnell wieder ab. Frauen dagegen sind wie Bügeleisen. Sie brauchen eine gewisse Zeit, um warm zu werden.» Dieser Vergleich klingt vielleicht etwas albern, ist aber dennoch nützlich, wenn es um Beziehungsstress geht. Denn manchmal stellen die Schmetterlinge im Bauch auf stumm, weil man sich vom Sex mehr erwartet hat oder weil es insgesamt mit dem Zusammenspiel nicht so richtig klappt. ER kommt vielleicht ziemlich rasch zur Sache – SIE sehnt sich nach mehr Zärtlichkeit oder Romantik, na ja, wir sind bei Kippschalter und Bügeleisen. Was kann man tun? Sich auf keinen Fall gegenseitig anpflaumen. Miteinander reden. Einander mitteilen, was man mag, was man nicht mag und was man sich wünscht. Und ganz wichtig: Guter Sex ist auch Übungssache, man kann auf jeden Fall immer noch dazulernen.

Zwei Menschen, zwei Welten
Manchmal erlahmen die Schmetterlinge im Bauch auch, weil man nach einer anfänglichen Begeisterung feststellen muss: Wir haben nur wenig gemeinsam, was mich interessiert, findet er/sie überhaupt nicht prickelnd, er findet sie zu einfach gestrickt, sie findet ihn zu angeberisch – manchmal passen zwei Puzzlestücke zusammen, manchmal eben nicht. Wichtig ist, dass man sich im Falle einer Trennung gegenseitig dankt für das, was gut war und was man an Erfahrung gesammelt hat. Und dann kann jeder seinen eigenen Weg gehen. Hätte er/sie sich denn nicht ändern können? Vielleicht schon, vielleicht später, aber eben nicht jetzt – und vor allem dann nicht, wenn der Freund, die Freundin ständig auf einem herumbeisst wie auf einem Kaugummi und meint, einen verändern zu können.

Wer verlassen wird, darf trauern
Nur nebenbei gesagt: Eine SMS-Nachricht, die mitteilt, dass man Schluss machen wolle, ist eine total fiese und charakterlose Aktion. Das Leben lehrt: Menschen können sich verlieben, aber auch wieder ent-lieben und neu ausschwärmen. Ein Treuebruch tut grausam weh, Eifersucht, Fragen wie «Was ist da falsch gelaufen? » oder «Was hat er/sie, was ich nicht habe?», das Gefühl von Verlassenheit – das ganze Programm läuft ab. Da musst Du durch. Raste bitte nicht gleich aus, wenn Dich jemand mit der Bemerkung trösten möchte, dass Du ganz sicher bald wieder eine neue Beziehung findest. Auch wenn dies tatsächlich richtig ist und Du Dich wirklich nicht hängen lassen sollst: Du darfst traurig sein. Aber auch die dunkelste Stunde hat nur 60 Minuten. Wunden können heilen, vertrau darauf.

Was ist normal?

Normal oder nicht normal?
Logisch, Du möchtest zu einer Clique gehören und beliebt sein. Das kann anstrengend werden. Etwa dann, wenn sich «alle» das neueste Smartphone krallen können, nur Du nicht. Oder wenn es um irgendetwas geht – zum Beispiel um Alk –, bei dem Du im Grunde gar nicht mitmachen möchtest. Oder wenn eine Party angesagt ist und Du hast Deinen «Alten» versprochen, um Mitternacht zu Hause zu sein, während alle anderen durchfeiern können. Du willst mitmachen, dabei sein, normal sein. Du hast keine Lust, in der Schafherde das «gelbe Schaf mit grüne Pünkte» zu sein, wie der Komiker Hüsnu sagt. Aber vielleicht ist es ganz gut, dass es auch gelbe Schafe gibt, die nicht immer in der Herde mittrotten wollen. Vielleicht ist dieses nicht normale Schaf mit grüne Pünkte besonders mutig, weil es nachdenken kann und selbst entscheiden möchte, was ihm guttut und was nicht? Es will selbst dann eine eigene Entscheidung treffen, wenn es von vielen anderen Schafen in der Herde blöd angeblökt wird. Die Frage «Ist das normal?» taucht in der Pubertät immer wieder auf. Du vergleichst Dich mit Gleichaltrigen, stellst Unterschiede fest und ängstigst Dich möglicherweise – weil Du meinst, bei Dir sei etwas nicht normal. Stopp: Angst und Unbehagen bringen rein
gar nichts – informiere Dich, frag nach!

Das geht Girls an …
Du stehst nackt vor dem Spiegel und grämst Dich, weil bei Dir noch keine Brust gewachsen ist, während die Freundin schon einen BH trägt? Nur keine Panik, die Entwicklung läuft nicht bei jedem jungen Menschen gleich. Falls Du Dir echt Sorgen machst, gehe es nun ums Busenwachstum oder um den Beginn der Periode oder um Unregelmässigkeiten: Lass Dich von Deiner Mutter oder von einer weiblichen Vertrauensperson zur Frauenärztin begleiten. Erzähl, was Dir Sorgen macht. Du musst Dich nicht vor schmerzhaften Untersuchungen fürchten. Oft kann mit einer Ultraschalluntersuchung an Deinem Bauch problemlos festgestellt werden, wie weit Deine Geschlechtsorgane entwickelt sind und wie viel Zeit vermutlich noch vergehen wird, bis alles «normal» funktioniert.

… und das die Jungs
Auch junge Männer vergleichen sich untereinander. Keiner möchte ein Loser sein, alle bewundern den Babo, den Anführer der Clique. Der eine prahlt mit der Länge seines Penis, während ein anderer sich ängstlich fragt, ob sein relativ bescheidenes Stück normal sei. Der eine hat einen muskulösen Oberkörper, ein anderer ist eher schmalbrüstig. Beim einen spriesst das Brusthaar, während die Brust eines anderen glatt ist wie ein Babyhintern. Der eine gibt an, was er alles mit seinem Penis anstellen und sich selbst befriedigen kann – ein anderer kennt in dieser Richtung keine grossen Bedürfnisse und fragt sich, ob das wohl normal sei. Bei jungen Männern ist nun einmal nicht Hans was Heiri – wobei auch wieder einmal gesagt sein muss, dass Muskeln und Penislänge noch lange nicht das ausmachen, was man einen tollen Mann nennt. Wichtig ist in jedem Fall, dass Du Dich bei Deinem Hausarzt aussprichst, wenn Du Probleme hast und nicht weisst, ob Du einfach noch Zeit brauchst oder ob Dir wirklich etwas fehlt. Wer es wagt, Fragen zu stellen, zeigt Mut.

Depressionen

Alles depri – oder was?
«Ich bin voll depri.»: Sagst Du das, wenn es in der Schule oder der Lehre nicht gut läuft, wenn ein Date nicht klappt, wenn Du mit Deiner Clique Stress hast – oder schon dann, wenn jemand auf Deine SMS nicht sofort reagiert? Alles depri? Depri kommt von Depression. Wer von einer schweren Depression heimgesucht wird, ist bis obenhin aufgefüllt mit dunklen, traurigen Gedanken. Er oder sie sieht keinen Sinn mehr in seinem/ihrem Leben. Es fehlt die Energie, um zu arbeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, den Alltag zu bewältigen und man zieht sich in sich selbst zurück. Depression ist eine Krankheit der Seele, die unbedingt behandelt werden muss. Eine Belastung ist auch das, was als «Depressive Verstimmung» bezeichnet wird. In eine düstere Stimmungslage kann geraten, wer gemobbt wird, wer ständig um Anerkennung kämpfen muss, wer es schwer hat in der Familie, wer von jemandem verlassen worden ist, wer eine Enttäuschung oder eine Ungerechtigkeit erlebt hat. Kaum ein Menschenleben bleibt von solchen Tiefs verschont.

Baustelle Pubertät
Bist Du manchmal ohne besonderen Grund depri? Du kannst Dich nicht aufraffen, das zu tun, was notwendig wäre und Du suchst nach etwas, das Du nicht einmal richtig beschreiben kannst? Nicht auszuschliessen, dass dies mit der «Baustelle Pubertät» zu tun hat. In der Lebensphase zwischen 11 und etwa 19 Jahren werden Körper und Gehirn um- und aufgebaut und aufs Erwachsenenleben vorbereitet. Auf einer Baustelle geht es manchmal hektisch zu, und es braucht Zeit, bis das Gebäude solide steht.

Was ist mit Deiner Gesundheit?
Nicht selten haben Depri-Zustände eng mit dem Gesundheitszustand zu tun. Vielleicht wird die Stimmung schon besser, wenn Du Deinem Körper mehr Schlaf gönnst. Manchmal verbessern ein Vitamin-Stoss oder Gaben von Mineralsalzen und Spurenelementen die Situation schlagartig.

Achtung: Jetzt nur nicht im Internet irgendwelche Pülverchen oder Tabletten bestellen! Denk an die Anlaufstelle Medbase Apotheke (ehemals Topwell) und/oder sprich mit Deinem Hausarzt. Der Arzt kann zum Beispiel ein Blutbild machen und so feststellen, ob irgendein Mangel vorliegt oder ob irgendwo eine hormonelle Über- oder Unterfunktion auf die Stimmung drückt.

Du bist nicht allein
Wenn es Dir sehr lange sehr schlecht geht und Du am liebsten von allem davonlaufen und Dich wegbeamen möchtest: Sprich mit jemandem, lass Dir helfen, mach nichts Unüberlegtes, tu Dir nichts an. Du kannst Dich an erfahrene und verständnisvolle Leute wenden, rund um die Uhr zum Beispiel bei der Telefonnummer 147 (auch Mail, SMS, Chat). Man hört Dir zu, man hat Verständnis für Deine Anliegen und hilft Dir, einen Fuss vor den anderen zu kriegen und wieder auf sicheren Boden zu kommen. Du bist wichtig. Dich gibt es nur ein einziges Mal. Lass Dir helfen. Du bist nicht allein.

Stress mit den Eltern

Eltern nerven mit ihrer Fragerei, wie es in der Schule «gehe», wie man vorankomme, welche Berufspläne man habe. Sie nörgeln wegen des stinkenden Zimmers, machen schwachsinnige Vorschriften, sie sind Kontrollfreaks, nehmen einen entweder zu viel oder zu wenig in Schutz, sind knausrig, verbieten das Simsen beim Essen, hören einem nie richtig zu, wollen einen ständig bemuttern oder bevatern, lassen einen nie in Ruhe – kurz gesagt: Eltern können Nervensägen sein. Mal ganz unter uns: Eltern sind auch nur Menschen. Sie wollen in all ihrer Liebe zu Dir «das Beste» für Dich und machen trotzdem ab und zu Fehler. Sie wissen, dass Du in der Pubertät unterwegs bist zum Erwachsenwerden und dass Du selbstständig werden musst. Aber sie haben Angst, dass Dir etwas Ungutes geschehen könnte oder dass Du mit Menschen in Kontakt kommen könntest, die Dir schaden. Und so versuchen sie manchmal krampfhaft, Dich zu beschützen – und Du empfindest diese Fürsorge womöglich als Terror. Und wenn sie Dir wieder einmal mit ihrer Lebenserfahrung kommen wollen, verdrehst Du nur die Augen. Eltern sind auch nur Menschen. Aber Eltern sind AUCH Menschen und keine Teflonpfannen, an denen nichts haften bleibt. Es tut ihnen weh, wenn Du sie beleidigst, wenn Du Abmachungen nicht einhältst und sie zurückstösst, wenn sie Dir Hilfe anbieten. Kommt Dir das eine oder andere – aus dem Leben gegriffene – Beispiel bekannt vor?

Knaller.
Beim kleinsten Streit springt Roman auf, knallt so heftig wie nur möglich die Türe, rennt in sein Zimmer, schliesst sich ein und dreht die Musik so laut auf, dass die Wände zittern.

Schweigender Eisblock.
Sabrina verschränkt die Arme vor der Brust und lässt die Mutter oder den Vater reden, reden, reden. Sie gibt einfach keine Antwort und lässt sie so lange auflaufen, bis sie erschöpft aufgeben.

Grobian.
Pascal lässt Schimpfwörter auf die Eltern niederprasseln, die ihnen glatt die Sprache verschlagen und sie verletzen.

Trickser.
Christian spielt die Erwachsenen gegeneinander aus. Er schleimt sich beim einen Elternteil ein, bekommt das, was er gewünscht hat und grinst, wenn die Eltern deswegen miteinander in Streit geraten.

Maskenbildner.
Martina kleidet sich so auffällig oder frisiert und schminkt sich derart aggressiv, dass die Eltern ausflippen. Es gibt noch andere Machtspielchen, mit denen man «Erziehungsberechtigte» in Aufregung versetzen kann. Es schadet aber nichts, wenn man sich zwischendurch mal in aller Stille die Frage stellt: «Wie würde ich reagieren, wenn ICH mein Vater oder meine Mutter wäre?»

Und bevor es total kracht im Gebälk: Bei Beratungsstellen kann man sich bei Problemen mit Eltern an Ombudsmänner oder Ombudsfrauen wenden und nach einer Gebrauchsanleitung fragen. Ist ja nicht gesagt, dass Pubertät ein Horror sein muss.

Weitere Informationen

Hier findest Du noch mehr Informationen, Anlaufstellen und Kontaktmöglichkeiten

www.feel-ok.ch
Liebe + Sex, Gesundheitsinformationen u. a. zu Essstörungen, Rauchen, Drogen.

www.tschau.ch
Sexualität, Gesetze, die Jugendliche betreffen; Gesundheitsinfos u. a. zu Selbstverletzungen, Tattoos usw.

www.lustundfrust.ch
Begriffslexikon Sex, Verhütung, Infos zur Sexualität.

www.firstlove.ch
Infos zu Pubertät, Sexualität, medizinischen Fragen. Frau Dr. med. Ruth Drahts als Ansprechperson.

www.lilli.ch
Sexualität Frauen/Männer, Verhütung, Infos + Tipps.

www.147.ch
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Ausklang

Hey, liebe junge Leserin, lieber junger Leser
Ein Vater soll einmal den Lehrer seines Sohnes mit den Worten «Wissen Sie, er hat halt die Pubertät» um Verständnis für das grenzwertige Benehmen des Sprösslings gebeten haben. Wir sind uns ja wohl einig: Pubertät ist weder eine Krankheit noch ein Defekt im Hirn. Sondern eher eine Art Ausnahmezustand, dessen Dauer unterschiedlich lang sein kann, aber nach einiger Zeit beendet sein wird. In diesem Ratgeber hier wird irgendwo die Pubertät mit einer Baustelle verglichen. Ob es bei einer richtigen Baustelle um ein Gebäude oder um eine Strassenführung geht – meist müssen alle Beteiligten Geduld und Zeit aufbringen, bis das Haus schlüsselfertig oder die Strasse gefahrlos befahrbar ist. Die Lebensphase Pubertät ist für Dich manchmal ganz schön eine Herausforderung. Auf Deiner Baustelle bist Du ja der männliche oder weibliche Architekt und gleichzeitig der Bauleiter, die Bauleiterin. Von allen Seiten kommen Anforderungen auf Dich zu, es gibt viel zu beachten und zu gestalten. Das ist zwar anstrengend, aber immer wieder auch cool: Es geht ja um DEIN Haus, um DEINE Strasse. Auf einem Bau läuft nichts ohne echt gute Fachleute. Auf der Baustelle Pubertät kannst Du Dich auf die Diskretion, Beratung und die Berufserfahrung der Fachleute von der Medbase Apotheke (ehemals Topwell) verlassen. Ganz grundsätzlich: Wenn Du irgendwelche Probleme oder Fragen hast, musst Du Dich nicht verstecken oder verkrümeln und schon gar nicht schämen. Frag nach, such Rat, nimm Hilfe an. Viel gutes Gelingen auf Deiner Baustelle wünscht Dir Deine Medbase Apotheke (ehemals Topwell)