Topwell Apotheke Bahnhof Enge
Nader Ebrahimi
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Apotheker
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Ein neuer Lebensabschnitt kündet sich an

Um das 50 Lebensjahr beginnt sie – die Umstellung des weiblichen Hormonhaushalts. Es folgt eine Lebensphase, während der die Fortpflanzungsfähigkeit der Frau allmählich erlischt. Für Frauen ist die Abänderung ein einschneidender Wendepunkt, sowohl psychisch als auch physisch. Wer sich aber frühzeitig damit befasst, kann allfälligen Beschwerden vorbeugen und erlebt die Wechseljahre ausgeglichener.

Zwei Drittel aller Frauen leiden in den Wechseljahren an Beschwerden, die ihren Alltag massgeblich beeinträchtigen. Einige versuchen, den neuen Lebensabschnitt durch Hormonpräparate hinauszuzögern. Das muss nicht sein. Zeit, um dem Thema auf den Grund zu gehen: Was genau passiert im weiblichen Körper? Wie weiss frau, wann sie in der Abänderung ist, und wie können Beschwerden natürlich eingedämmt werden? Wo erhalten Betroffene Rat und Unterstützung? Topwell klärt auf.

Was geschieht in den Wechseljahren?

Die Fruchtbarkeit der Frau beginnt mit dem ersten Menstruationszyklus in der Pubertät. Die fruchtbaren Jahre sind mit der letzten Monatsblutung abgeschlossen. Im Durchschnitt sind Frauen zur Zeit der Menopause in ihrem 52. Leben sjahr. Was der weibliche Körper vor und nach der letzten Blutung durchlebt, ist in drei verschiedene Abschnitte zu unterteilen:
  • Prämenopause – «vor der Menopause»
    Das Hormon «Progesteron» wird nach dem Eisprung gebildet und fördert die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter. Kommt es nicht zur Befruchtung, sinkt der Progesteronspiegel und die Gebärmutterschleimhaut wird zu Beginn des nächsten Zyklus wieder abgestossen. In der Prämenopause beginnt der Progesteronspiegel, dauerhaft zu sinken. Der Menstruationszyklus verändert sich, Blutungen treten unregelmässig auf oder bleiben ganz aus.

  • Perimenopause – «um die Menopause herum»
    Von diesem Abschnitt ist zwei Jahre vor und nach der letzten Blutung die Rede. Diese Phase ist der eigentliche Wechsel. Die Produktion von Sexualhormonen in den Eierstöcken nimmt ab, Eisprünge werden seltener. Der Progesteronspiegel sinkt weiterhin. Nach der letzten Monatsblutung beginnt auch der Östrogenspiegel zu sinken. Östrogen ist eines der wichtigsten weiblichen Hormone, welches den Aufbau der neuen Gebärmutterschleimhaut fördert.

  • Postmenopause – «nach der Menopause»
    Dieser ist der letzte Abschnitt der Wechseljahre. Er beginnt zwölf Monate nach der letzten Regelblutung, also nach der Menopause. Die Produktion der Sexualhormone nimmt weiterhin ab, bis sie mit ungefähr 65 Jahren völlig aussetzt.

Bin ich in den Wechseljahren?

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Prozess der Abänderung bei Ihnen bereits im Gange ist, können Hormonspiegelmessungen weiterhelfen. In den Wechseljahren verlieren die Eierstöcke allmählich ihre Fähigkeit, Östrogen und Progesteron zu produzieren. In Ihrem Blut sollte also ein tieferer Wert dieser Hormone messbar sein.

Es gibt aber noch einen weiteren messbaren Faktor im Blut, der als Indiz dient: das follikelstimulierende Hormon (FSH). Es handelt sich um das dritte Sexualhormon des weiblichen Körpers, welches die Eibläschen zu voll funktionsfähigen Eizellen heranreifen lässt. Ist die Konzentration an FSH erhöht, deutet dies auf Abänderung hin. In den Wechseljahren versucht der Körper durch vermehrte Bildung von FSH die Funktion der Eierstöcke wieder anzukurbeln. Der FSH-Spiegel im Blut kann sogar die Vorhersage der letzten Monatsblutung, also der Menopause, ermöglichen.

Um was für einen Prozess handelt es sich bei den Wechseljahrbeschwerden?

Die Abänderung macht sich bei rund 60 % aller Frauen durch Beschwerden bemerkbar. Früher waren es die «Tage vor den Tagen» mit Unterleibs schmerzen, Brustspannen oder Stimmungsschwankungen, die den Alltag beeinträchtigt haben. Wie das prämenstruelle Syndrom gehören auch die Wechseljahrbeschwerden zum natürlichen Prozess. Als Apotheke Ihres Vertrauens begleiten wir Sie auch durch diese Lebensphase und haben einige Tipps auf Lager. Meist können bei Wechseljahrbeschwerden pflanzliche Präparate Abhilfe schaffen.

Wie sieht der ungefähre Hormonspiegelverlauf aus?

Üblicher Verlauf des weiblichen Hormonspiegels während der Wechseljahre. Der Hormonabfall kann bei Wechseljahrbeschwerden noch stärker ausfallen.

Was sind typische Symptome während der Abänderung?

  • Hitzewallungen und Schweissausbrüche
    Tagsüber und in der Nacht kann es zu unkontrollierten Wärmeschüben kommen. Schweissausbrüche, erhöhte Herzfrequenz und Rötungen im Gesicht sind häufi ge Begleiter. Insbesondere nachts können sie in extremen Fällen das Durchschlafen verhindern.

  • Schlafstörungen
    Aufgrund von Hitzewallungen, Nervosität und Depressionen kann es zu Schlafstörungen kommen. Durch den fehlenden Schlaf wird die Leistungskraft stark gemindert.

  • Stimmungsschwankungen
    Die Wechseljahre haben nicht nur physische Auswirkungen, auch die Psyche kann leiden. Seelisches Ungleichgewicht, Reizbarkeit, Nervosität und Stimmungsschwankungen können folgen. Im schlechtesten Fall entwickelt sich eine Depression. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Apotheker oder Arzt darüber.

  • Weitere typische Beschwerden
    Angstgefühle, Schwindel, Herzklopfen, trockene Haut und Schleimhäute, Gewichtszunahme, Harninkontinenz aufgrund Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur, Libido-Verlust.

Was hilft gegen Wechseljahrbeschwerden?

Pflanzliche Präparate wie Traubensilberkerze, Rotklee, Soja und Mönchspfeffer können eine Vielzahl an Wechseljahrbeschwerden lindern. Hormontherapien sind aufgrund ihrer Nebenwirkungen nur in schweren Fällen und bei Osteoporose- Risikogruppen zu empfehlen.

Traubensilberkerze
Die Pflanze stammt aus Nordamerika und erinnert während ihrer Blütezeit an eine Kerze. Sie lindert Hitzewallungen, Schweissausbrüche, aber auch Stimmungsschwankungen zuverlässig. Fragen Sie in einer unserer Topwell Apotheken nach einem Traubensilberkerzen-Präparat. Klinische Studien haben die Wirksamkeit der Pflanze mehrfach belegt.

Mönchspfeffer
Er beeinflusst den weiblichen Hormonhaushalt und kann Zyklus schwankungen ausgleichen. Mönchspfeffer kommt vorwiegend in der Prämenopause, also zu Beginn der Wechseljahre, und bei PMS zum Einsatz.

Soja und Rotklee
Soja- und Rotkleepräparate gelten in der Schweiz als Nahrungsergänzungsmittel und sind nicht als Arzneimittel zuge lassen. Deren Inhaltsstoffe, sogenannte Phytoöstrogene, beeinfl ussen den weiblichen Östrogenhaushalt und werden in der Volksmedizin bei Wechseljahrbeschwerden angewendet.

Hormontherapie
Eine Studie hat gezeigt, dass die Einnahme von zusätzlichen Hormonen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen kann. Deshalb ist eine Hormontherapie nur bei heftigen Wechseljahrbeschwerden oder einer grossen Gefahr, Osteoporose zu entwickeln, ratsam. Bevor entsprechende Hormone eingenommen werden, sollte eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung mit dem Arzt erfolgen. Darüber hinaus muss die Therapie jedes Jahr neu abgestimmt werden, da sich der Hormon spiegel schnell verändern kann.

Wieso herrscht während der Menopause ein erhöhtes Osteoporoserisiko?





Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts. Im Alter nimmt die Dichte der Knochen ab, wodurch das Risiko von Knochenbrüchen steigt. Bei Frauen erhöht sich der Verlust an Knochenmasse nach der Menopause zusätzlich, da der Östrogenspiegel sinkt. Je früher die Wechseljahre also eintreten, desto höher ist das Risiko einer Erkrankung. Dieses Risiko ist ebenso bei einer frühzeitigen Entfernung der Eierstöcke erhöht. Manche Frauen verlieren zwischen ihrem 40. und 70. Lebensjahr etwa 40 % an Knochenmasse. Männer verlieren im Vergleich nur etwa 20 % Knochenmasse.

Falls Sie zu einer oder mehreren der folgenden Risikogruppen gehören, ist zusätzliche Vorsicht geboten: Personen mit geringem Körpergewicht, eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, Calcium- und/oder Vitamin-D3-Mangel, erblich bedingtem Osteoporoserisiko, Raucher und Menschen mit mangelnder körperlicher Akti vität. Beugen Sie dem Risiko vor, indem Sie sich in einer unserer Apotheken in einem persönlichen Gespräch beraten lassen. Einige Standorte bieten Vitamin-D3-Messungen oder Haarmineralanalysen an, um Ihrem Nährstoffhaushalt auf den Grund zu gehen. Individuelle Mikronährstoffmischungen können einer Osteoporose entgegenwirken und helfen auch bei Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Schlafstörungen.

Weiterführende Informationen zu Wechseljahrbeschwerden

Leiden Sie unter Wechseljahrbeschwerden? Hier erfahren Sie mehr.

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